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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Rätien unter römischer Herrschaft.

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ungebändigt" nennt, während Clandian m seinem Lobgedichte auf V. ChrKaiser Honorius die Worte braucht: 10.

.... Ilbonumquo minseemkoriiibus inkructis."

Das unterworfene Volk fand dann, um der VerwanLschaft derSprache und seines alten tuscischen Ursprungs willen, beim Siegereine milde Behandlung, auch bediente Rom sich seiner um die Alpen-pässe lich offen zu erhalten. Rätien und Vindelicien bildeten von daan eine Provinz, welche Augustus, da sie unmittelbare Angrenzerinder Barbaren war, unter seine unmittelbare Aufsicht nahm und durchPraefides verwalten ließ. Doch blieb sie stets feindlichen Einfällen derAllemannen ausgesezt, wenn leztere auch öfters mit blutigen Köpfenheimgeschickt wurden.

In diesem Zustande befand sich Rätien unter den römischen Kaisern.

Carl Paschal, des Königs von Frankreich Gesandter in den Bünden,hat unter dem Titel der Geschichte seiner Gesandtschaft die Begeben-heiten der Jahre 1604 bis 1614 beschrieben. ^ In der Einleitungdazu bemerkt derselbe, daß — gegen die Ansicht Welsers, der keinefesten Stationen für die römischen Truppen in Rätien annimmt, son-dern dieselben nur nach Bedürfniß in das Land einrücken läßt, — dierömischen Besazungstruppen in feste Castelle, als ständige Quartiere,vertheilt gewesen seien, theils um die an Gehorsam ungewohnte Be-völkerung im Zaume zu halten, theils wieder das durch räuberischesGesinde! unsicher gemachte Land dem Wanderer wegsam zu erhalten.

Als später dann Rom nicht einmal sich selbst mehr zu rathen wußte,geschweige denn, daß es seine Provinzen durch Waffengewalt zu schüzenvermocht hätte oder mit andern Worten als mit der alten Tüchtigkeitauch das frühere Glück entfloh, wurden diese Alpenübergänge als nun-mehr nuzlos, vernachläßigt. Die römischen Besazungen, mit der Zeitohne Führer und Befehlshaber, welche weitere Kriegszucht übten, be-gannen nach und nach das Land als die vom Schicksal ihnen angewie-senen Wohnsize, sich aber als von jeder Pflicht gegen die römischenKaiser entbunden zu betrachten und wurden zulezt zu förmlichen

>0 Insomitnni lllieni osput.

" „Den drohenden Rhein, dessen Muth noch ungebrochen, . . . ."

W Lnroli ?nscliali IsAntio Motion. ksrisiis 1620. Von I. Fischereristirt eine deutsche Ucbersezung. Chur 1781. 8.