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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Abschluß des grauen Bundes.

1424. Mitte des Monats März, im Dorfe Truns ein ewiges Bündniß ab-geschlossen wurde, welcher den Beinamen des grauen Bundes führt. ^Die Beförderer und Theilnehmer waren Peter Pultinger, Abt zuDiseutis, mit den Gerichten Disentis und Waltensburg; Johann,Heinrich und Ulrich Brun, Gebrüder, Herren von Rhäzüns mit ihrenGerichten Rhäzüns, Oberfapen, Samen und Tenna; Johann v. Sar,Graf von Monsax mit seinen Gerichten (von diesen blieb vom Bünd-niß einstweilen ausgeschlossen daS Thal Misox und trat demselben erstunter Joh. Jac. Trivulzio ini Jahre 1496 bei) Jlanz mit der ganzenGrub, Lugncz, St. Petersthal und Flims; Hugo Graf von Wcr-denberg mit seinen Gerichten Hohentrins, Tamins, Leucnberg undSchleuis, nebst den Freien von Lucs; dann endlich, jedoch gegen denWillen ihres Herrn, des Grafen Heinrich von Werdenberg, von dessenGerichten der Amman» und das Gericht im Rheinwald, die GerichteSchanis, Tufis, Heinzenberg und Tschappina.

Heinrich von Werdenberg sezte es zwar durch Unterstützung desBischofs von Cnr durch, daß Papst und Kaiser gegen seine GerichteBann und Acht anssprache», aber nichtsdestoweniger verblieben die-selben im Bündnisse. Die Gebrüder Brnu, Freiherren von Räzüns,bereuten aber die Verbindung, weßhalb sie einen andern Bund ein-gingen, den man der schwarzen Kleider halber, welche damals die Edel-leute gewöhnlich trugen, den schwarzen nannte; auch wählten sie zumKriegsführer, Herrn Johann v. Nechberg, eine» tüchtigen Soldatenund Schwiegersohn des Grase» v. Wertenberg.

Im Jahre 1450 kam dieses Heer Nachts über den BergpaßÄunkels nach Schams, willens deS Schlosses Barcnburg sich zu be-mächtigen. Dieser Plan war aber entdeckt woreen und RechbergsLeute wurden theils niedergemezelt, theils in die Flucht geschlagen.Heinrich, Freiherr v. Räzüns, nahm man als Eingeweihten in diesenHandstreich auf seine»! Schlosse gefangen, lind führte ihn nach Valen-das, wo er als bundbrüchig vor ein gemeinschaftliches Gericht gestelltund zum Tode verurtheilt wurde. Ein Fußfall vor das durch Weinin gute Laune gebrachte Volk rettete ihm das Leben. ^

n Der Text davon findet sich in Camvellls rät. Geschichte abgedruckt.Bnch ll. S. 102». ff.

28 Gemeiniglich Vals genannt.

20 Cainpell II. Buch 1i9, wo der Hmgang ausführlicher erzählt wird.