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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Die Erwerbung der Unterthanenlande.

1531. Gelegenheit, wo er zur Vertreibung des Joh. Jac. Medicis, mit denBündnern ein Einverständniß traf, alles was sein Bruder betreffsdes Veltlins und der Grafschaft Cläven nebst Worms mit Jenen ab-geschlossen hatte.

Im Jahre 1516, den 29. November, kam zu Freiburg im Uecht-lande ein ewiger Friede zwischen Franz I., König von Frankreich einer-und den Eidgenossen und Bündnern anderseits zu Stande. Dabeibegab sich der König den Eidgenossen gegenüber aller seiner Rechteauf die Landvogteien jenseits der Berge, uud verzichtete zu Gunstender Bündner auf das Vcltlin und die Grafschaft Cläven nebst Worms,und als später im Jahre 1523 der Gotteshausbund und derjenige derzehn Gerichte das französische Bündniß ebenfalls annahmen (von Seitedes obern Bundes war dieses schon 1521 geschehen), entsagte derKönig auch allen seinen Ansprüchen auf die im Besiz der Bünde be-findlichen drei Pleven.

Bei Abschluß der Erbeinignug Kaiser Maximilians mit den dreiBünden im Jahre 1518,^ versprach derselbe unter Anderem, so lange

37 Der Bearbeiter kann nicht umbin, den ibm von dein k. k. Custos,Herrn Bergmann, mitgetheilten, vollständige» Text dieser hochwichtigen,bei allen Verhandlungen mit Oesterreich stets citirte» Vertragsnrkundehier zu gebe». Es lautet derselbe also:

Wir Maximilian von gottes gnadn Erwcltcr Römischer kayserzu allennzeiten merer des Ncicbs i» Germanien zu Hunngern DalmatienCroatien rc. Kunig Erczberczog zu Oesterreich Herczog zu Burgundi zuBrabannt »und Pbalkjgraue rc. an ainem, Vnnd wir Pauls Bisch ouezu Chur vnnd der Slifft daselbst vnnd gemahn drey püudt in CHur-is alchen aniiders tayls, Bekenne» für vnns »unser erbe» und »achkomenn,offennlich mit disem brieue, vnnd thun kunt allermenigclich. Als wirkayser Maximilian, voruerschinen Jarenn mit Hainrichen, wey--lent Bischouen zu Chur, vnnd dem Stifft daselbst, auch deudreyen pündten in Churwalchen, gcmaynnigclich vnd samentlichvnns vnusern Lannden vnnd lewten vnnd Ine» zu guet vnd aus sonn-dern gnaden ain veraiuignng vnnd pündliius, auf zwainczigJar lanng nach ainander volgend gemacht und beschlossen haben, dieauch vnus zu bayden tayleu, auch vnsernn Lannde» vnnd lewten z»scheiuverlichem nucz »und guetcm komen ist, vnnd dieselb verainigungsich aber auf daz yeczt künnfftig füiifzehennhniidcrtistcn vnndzwainczi gifte» Jar ei, »den vnnd äußern wirdet, Haben wirdemnach In ansehnng desselben f auch daz nu hinsür, wir nnnsere Landrvniiderthancn vund verwoiidteii, in ewigem freyd, vnd ainigkait gegen-ainander wie byshcer sein lind bcleibeim, auch ain tail dem anndermr