Gränzen der Bünde.
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unweit Piantedo in der Grafschaft Cläve» am lago die Mezzolaeine Stelle genannt la Porta; weiter unten auf der andern Seite desSeees ob Dazio^ ein Felsen mit dem Namen Sasso d'Oleiasco.Dann folgen die Berggipfel der Val di Sasso im Herzogthum Mai-land, die Ketten der Thaler Brembana, Leriana, Scalvia im Berga-maskischen, und der Val Camonica auf Brirer Gebiet, das wiederunter Venedig steht. Gegen Mitternacht schließen rechts vom Rheinim Gebirge drin die Höhen des Raticon, auf dessen anderer Seite daSMontafuner Thal liegt, die Gränzen, während im Thäte draußen, derSt. Catharinenbrnnnen, unterhalb des St. Lnziensteiges die dreiBünde von Vaduz scheidet, das den Grafen von Hohenems gehört.Auf der andern Seite des Rheins erhebt sich als Grenze unterhalbder Rheiubrücke ein Felsen, der am Fuße des St. Margarethen-berges schroff sich aufthürmt, — weiter unten ist es der Rheinflußselbst, der das bündnerische Gebiet von der Grafschaft Sarganstrennt. An allen diesen Punkten stehen übrigens besondere Märchenund Grenzsteine.
Die Länge des Gebiets der heutigen Bünde beträgt, wenn mandie Untcrthanenlande dazu rechnet, ungefähr 93 italienische oder15'/z deutsche Meilen, die Breite 84 italienische oder 14 deutsche.
Zwischen den Dörfern Eins, Scheid und Malix erhebt sich einBergstock, auf dessen Gipfel die Grenzen aller drei Bünde in einenPunkt zusammentreffen.
Der graue Bund, welcher seiner Lage zufolge auch der obere ge-nannt wird, besteht aus acht großen Hochgerichten. Einst zahlte manzweiundzwanzig kleinere Gerichte, nunmehr aber dreiundzwanzig, seit-dem Hohentrins von Tamins getrennt wurde und eine eigene Juris-diction bildet. Ebenso hoch ist die Zahl der Landammänner. Auf denBundstagen ist die Rangordnung folgende: Disentis, Lugnez, Grub,(zu Jlanz und Davos haben die von der Grub den Vortritt vor denLugnezern, auf den Bundstagen zu Truns und Cur aber verhält sichdie Sache umgekehrt), Flims, Waltensburg, Razüns, Obersaxen,Lacs, Rheinwald, Schams, Tusis, Heinzenberg, Schleuis, Hohen,-
*2 Zwischen Delebblo und Colico.
Der Mündung der Adda gegenüber.
Tardisbrückc.
^ Die March ist deßhalb unter dem Namen Dreibündenstein bekannt.