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Die beiden Müßer Kriege.
Als Joh. Jac. Medicis, (der Medighin genannt) im Jahre 1525,während 6000 Bündner unter französischer Fahne Pavia belagernhalfen, sich durch List und Trug der Stadt und Burg zu Clären be-mächtigt und auch das Veltlin überfallen hatte, erlitt sein Heer sowohlzu Dubino als zu Riva di Mezzola eine schwere Niederlage. ^
Im Jahre 1531 brach derselbe den inzwischen geschlossenen Friedenund besezte mittelst Verrathes die Stadt Morbegno. Die Bündnererbaten sich die Hülfe der Eidgenossen, welche ihnen schnell gewährtwurde und schloffen noch im nämlichen Jahre mit Franz II., Herzogvon Mailand, ein Einverständniß ab. Nachdem dann Lezterer durchgemeinsame Hülfe geschlagen worden, wurde das Schloß zu Müß undder Thurm Olonia geschleift und von Mailand die Zusage gegeben,daß niemals Bauwerke solcher Art an diesen Grenzen wieder aufge-führt werden sollten. ^
Herzog Franz starb 1535 ohne legitime Nachkommen. Dadurchgelangte Kaiser Carl V. in den Benz des Herzogthums Mailand.Seine Statthalter daselbst suchten auf schlaue Weise, bald öffentlich,bald auf Umwegen, wie es die Gelegenheit mit sich brachte, über denDurchpaß, Werbbefugnisse und Anderes einen Vertrag mit den Bün-den zu schließen. Leztere aber ließen sich, hauptsächlich ihrer Verbin-dung mit Frankreich wegen, nicht darauf ein.
Nichtsdestoweniger behielt Spanien seine Gönner und Anhängerin den Bünden, welche bei jeder Gelegenheit dessen Interesse wahr-nehmend, zu mancherlei Verwicklungen Anlaß gaben.
So wurden, hauptsächlich auf Anstiften des Hauptmanns Barthol.v. Stampa. welcher zur österreichischen Parthei gehörte, die Pen-sionirer ^ des Königs von Frankreich im Jahre 1542 um schweresGeld gebüßt und fünfundzwanzig von ihnen aus fünf Jahre vomBundstage ausgeschlossen.
des Herzogthums Mailand, den Eidgenossen und Bündnern ein Bündnis;unter sehr günstigen Bedingungen vor, erhielt jedoch zur Antwort, dieEidgenossen stünden mit so vielen Fürsten in Bundesverbindung, daßsie keine neuen Bündnisse einzugehen gewillt seien, indessen dankten sieihm für den guten Willen und seien gerne zu Freundschaftsdienstenbereit. Znsaz des Vers.
6? Campell II. Buch, S. 273 und 274.
6« Campell II. Buch, S. 332.
66 Die landesübliche Bezeichnung derjenigen Personen, welche Jahr-gelder auswärtiger Fürsten und Herren bezogen und genossen.