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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Verträge mit dem Herzogthum Mailand.

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Dennoch kam endlich im Jahre 1603, im Monat August, zuDavos auf dem Bundstage, durch Vermittlung und auf Anregungvon Joh. Bapt. Padavin, venetianischem Secretär, zwischen den dreiBünden und der Republik Venedig ein Bündniß auf zehn Jahre zuStande, laut welchem leztere jedem Bunde jährlich zwölfhundertvenetianische Kronen (Ducatonen genannt) zu zahlen, den drei Bün-den gemeinschaftlich aber ebenfalls jährlich sechzig Büchsen (Musketen,Kosckt-ttos) zu liefern sich anheischig machte.

Die Herzoge von Mailand standen schon in alter Zeit mit einigenGerichten des obern und des Gotteshausbundes, als Nachbarn, ingewissen Vertragsverhältnissen. So zuerst die Visconti. Dann be-stätigte zu Lodi am 10. Oct. 1466 Bianca Maria, Herzogin vonMailand und Herrin zu Cremona und Galleazzo Maria Sforza, derenSohn, Herzog zu Mailand, alle Verträge und Conventionen, welchezwischen Franz Sforza, ihrem Gemahl und Galleazo's Vater, einer-und Heinrich v. Sax, Graf zu Mosap, auch Namens seines BrudersJohann und der übrigen Familienglieder, anderseits, im Jahre 1450abgeschlossen worden waren.

Im Jahre 1467, am 13. März, schloß die nämliche BlancaMaria Visconti, ^ Herzogin von Mailand und ihr Sohn GalleazzoMaria Sforza mit den Thalleuten im Bregell, Engadin, Oberhalbstcinund Avers Einverständnisse und Verträge, welche im Jahre daraufvon beiden contcahircnden Theilen bestätigt wurden. °°

Als Vormunden» ihres Svbnes. Zusaz des Berf.

66 Andere Verträge schloß Ludwig Sforza, Oheim und Mitvormunddes Herzogs Joh. Galleazzo im Jahre 1484 zu Mailand mit den Be-wohnern des Rheinwaldcs. Auch wurden iu demselben Jahre die Verträgemit dem obern Engadin erneuert. Landannnann daselbst war damalsALam Jnvalt, Sohn Egenolfs Jnvalt. Er wurde mit dem Abt vonDisentis nach Mailand gesandt und hatte verschiedene Zusammenkünftemit dem Herzog.

Im Jahre 1515 schlössen Kaiser Maximilian I., Ferdinand, Königvon Spanien und Maximilian, Herzog von Mailand ein Bündniß zugegenseitiger Hülfe mit den Eidgenossen und Bündnern, das bis zumTode der beiden Ersten! dauern sollte. In demselben versprach derKaiser jedem Orte, sowie den Wallisern und den Bündnern je fl. 200Rheinisch jährlich, der König von Spanien jedem aber fl. 1000 zu be-zahlen.

Im nämlichen und dem folgenden Jahrs schlug Heinrich VIII. vonEngland, gegen eine große Geldsumme jährlich, behufs Wiedererwcrbung