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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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69
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Die Travers'sche Bewegung in obern Engadm.

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es sehr bald zu Schlägen kam. Sogleich begann man aus den benach- 16 t8.barten Häusern zu schießen, und zwei von der Partbei des Joh. Anton,nämlich Dom. Sylvett und Nutt Sqcder, genannt Gorann, beide vonSamaden, wurden getodet. Am folgenden Tage schoß man sogar mitFeldstücken, deren die Parthei Joh. Antons drei besaß. Die Unterenga-diner von Ob Val Tasna, wo Rud. Planta Blutrichter war, sandten andiesem Tage zur Unterstüzung seiner Parthei zweihundertfünszig Be-waffnete auf der andern Seite des Jnns herauf (denn die gewöhnlicheStraße wurde von Joh. Anton und seinem Anhange besezt gehalten)und es lagerten sich solche nahe am Flusse. Als ihre Partheigenosscnin Zuz, nun ebenfalls zu ihnen Hinabziehen wollten, wurde Joh. Valinvom Dorfe aus erschossen; ein gleiches Schicksal traf Joh. Scatt vonBevers als er sich am Fenster zeigte. Drei Andere wurden schwer ver-wundet. Die Frauen, deren Ehemänner in großer Gefahr schwebten,liefe» nun ängstlich umher und sie waren es, welche zuerst an Friedendachten; unter ihnen die edle Frau von Juvalt, Gattin des Land.Lanrenz Wiezel, Anhängers des Augustin, welche zuerst des Lezternund Joh. Antons Bruder, den Johann Travers zu diesem Behufeaufsuchte. Die Vereinbarung ging dahin, daß in den nächsten zweiJahren Joh. Anton, dann aber Augustin die Landammannstelle zu be-kleide» hätte; in allem übrige» sollte Gleichberechtigung gelten, dochsei der Canzler für die gegenwärtige» zwei Jahre aus der PartheiAugustins zu wählen.

Bregeller waren hundertfünfzig von Uuterporta der Parthei Joh.

Antons bis Casaccia entgegengekommen. Die Unterengadiner über-nachteten in Zuz, von jeder Parthei gleich freundlich empfangen. Diedrei Häupter waren bereits aus dem Veltlin nach Lläven gekommenund hatte» durch Schreiben ernstlich zur Eintracht ermähnt.

In diesen Tagen kehrten Blasius Alezander und BonaventnraTeutsch, evangelische Pfarrer im Veltlin, in das Unterengadin, ihrHeimaththal zurück. Toursch hielt zu Zernez, wo sein Vater her war,eine Predigt, in welcher er heftig gegen die spanische Parthei loszogund ziemlich unzweideutig auf Planta, der dem Gottesdienst ebenfallsbeiwohnte, hinwies. Als man die Kirche verlassen hatte, ließ ihnPlanta in sein Haus rufen, denn er war mit ihm verwandt und hatteihm auch die Gelder zu seinem Studium vorgeschossen. Hier fuhr erihn heftig an und sezte ihm hart zu, um zu erfahren, auf wessen An-stiften (man hatte Blasius im Verdacht) er die Predigt gehalten hätte.