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Ausbruch der Engadiner.
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möge er nicht gehen. Er nannte sie Unruhstifter und diejenigen, von tSl8.welchen sie sich hätten aufreizen lassen, seien die nächsten Verwandteneiniger Räuber, welche er vor zwei Jahren hätte rädern lassen. Erhalte sich demnach nicht für sicher in ihrer Begleitung, weigere sich aberübrigens durchaus nicht mit den Andern zu kommen. Auch die Häupterselbst wollten dafür gut stehen, daß er vor Gericht erscheinen würde.
Das Volk aber verlangte, daß er als ihr Thal- und Gerichtsgenosse,auch mit ihm ziehen müsse und versicherte dabei, es solle ihm kein Leidgeschehen. Unverrichteter Dinge und schnell nach Cur heimgekehrt,beriefen die drei Häupter einen Beitag, welcher verschiedene weltliche,sowie auch einige Personen geistlichen Standes darunter Georg Saluzund Stephan Gabriel, in das Engadin abordnete, um das Volk vomAusruhr wieder zur Ruhe zurückzurufen.
Diese Boten gelangten übrigens zu spät nach Zutz, denn schonhatten sich die Oberengadiner mit den Einwohner der untern Thal-schaft vereinigt. Ebenso war der Anschluß von Seite der Bregeller von! Unterporta, der Puschlaver, Fürstenauer und Bergüner geschehen. DieUnterengadiner Obtasna's begannen schon größtentheils zu schwankenund als Plant« sie zur Erneuerung des ihm geleisteten EidschwurS, seiner Vertheidigung ermähnte, entschuldigte sich einer der Rechts-sprecher oder Geschwornen, Alb. Sererhard, mit seinem beinahe achzig-jährigen Alter.
> Bereits früher war Ritter Jakob Robustell, ein Veltliner, zn Plant«
! gestoßen, mit welchem er durch Heirath der Tochter seiner Schwägerin
> verwandt war. Noch erwartete man den Carl Best«, ebenfalls einen! Neffen Planta's oder seiner Frau, der mit einer Handvoll Bandirter
> und andern Volks bis Bormio angelangt war, wo jedoch zwischens ihnen Streit ausbrach, in Folge dessen einer von ihnen auf dem Plaze§ blieb. Robustell soll Planta ermähnt haben, der allgemeinen Wuth^ zu weichen, auch war er selbst der Erste, welcher unter dem Vorwande,s die Gattin Planta's zu geleiten, sich entfernte.
Am 18. Juli strömte vom Oberengadin aus die Menge ^ aufZcrnez zu und bei Neigen des Tages betrat dieselbe unter vielstimmigem
> Geheule das Dorf. Von den Obvaltasnern verlassen wandte sich
t » Dreizehnhundert Mann. Anhörn I. Cap. 9.
! re Anhörn standen ihm 400 Zernezer und andere Ilnterengadiner, znr Seite, auch war sein Thurm Wildenberg mit Geschnz »nd Proviant' wobl verwahrt. Doch wurde ihm gerathen lieber zu weichen. I. 9.
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