Strafgericht zu Tufis.
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gemäß auf alle Weise aufdeckten uud entlarvten. Aus diesem Grunde 1615 .wurde denn auch später Vielen die Sache verziehen; gegen Anderewieder, welche durch ebenso voreiligen als unklugen Eifer den Hispa-nismus zu bekämpfen, sich zur Ueberschreitung der Grenze ihrer Amts-pflicht hinreißen ließen, auf einige Zeit Suspension von ihrem Amteausgesprochen. Die Geistlichen, welche dem Strafgerichte beiwohnten,waren übrigens Stephan Gabriel, Jacob Anton Vulpius, CasparAlexius, Blasius Alexander Blech, Georg Jenatsch, Bonaventuraj Toutsch, sämiulich Engadiner, Conrad Buol und Joh. v. Porta vonk Davos und Joh. Pet. Janett von Bergün, welcher Lezterer die Stelle! eines Canzlers versah.
! Jeder von ihnen schwor keine Gaben und fürstliche Geschenkeempfangen zu haben und Diejenigen zur Anzeige bringen zu wollen,welche sich dergleichen zu Schulden kommen ließen. Als Ort der Zu-sammenkunft wurde eine weite Tenne gewählt und zuerst ein Brief-wechsel, den man in den Häusern Planta's und Anderer gefunden harre,in gehörige Ordnung gebracht.
Unter verschiedenen Papieren fand sich ein. wenn auch nicht voll-ständiges, Schreiben des Pompejus Planta an seinen Bruder Rudolfvor. Unter Anderem sagte hier Pompejus, er habe mit dem GesandtenPadavin eine Zusammenkunft gehabt und es verheiße derselbe demRudolf die Stelle eines Obersten und jährlich fünfhundert Goldguldensowie Erstattung allen Schadens, der durch einen Volksaufstand anbeweglichen Gütern ihm aufgehen könnte. Ihm, Pompejus, sei eben-falls ein schönes Honorar versprochen worden. Der Gesandte Guesfierj sehe gern einen Aufruhr in den Bünden und habe viel mit Maximilian
i Mohr über Sperrung des Waarentransits verhandelt. Pompejus
^ klagte auch über das Unrecht, das ihm von Seite Frankreichs dadurch
s geschehen, daß man die Hauptmannstelle, deren Uebernahme in Frank-
! reich Rudolf abgelehnt hatte, nicht ihm, Pompejus überlassen habe.
! Die Franzosen seien schlimmer als die Venetianer. Dann drohte er
! Rache, doch sei solche zu verschieben und einstweilen ein Auge darüber
zuzudrücken wenn der Durchpaß von Truppen für Venedig stattfinde,aber es müsse Lezteres so vorsichtig als möglich geschehen, damit wederOesterreich noch Mailand es merkten. Dann folgte Einiges über An-sprüche auf die Blutrichterstelle im untern Engadin. Endlich schloßß '-
B Lorniivere soculum plauäere vovat) im Original.