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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Umtriebe der bündnerischen Bandirten.

1618 . hätten den bündnerischen Bandirten nicht nur freies Geleite und sichereUnterkunft auf ihrem gesummten Gebiete gewährt, sondern überdießJedermann, sei es wer es wolle, schwer bedroht, welcher selbe mitWort oder That zu verlezen wagen würde.

Planta, welcher eine Schuldfordernng in Solothurn geltend zumachen hatte, begab sich mit den Uebrigen dahin. Umsonst hatte dasTusner Strafgericht den Versuch gemacht, auf diese Gelder Beschlag zulegen. In Solothurn suchten die Bandirten den Rath und die Hülfeder französischen Gesandten Robert Myron und Stephan Gueffiersnach, bei welchen auch Meric de Vic, einst ebenfalls königlicher Ge-sandter bei den eidgenössischen Orten und in den Bünden, sich geradebefand. Auf Eingeben des spanischen Gesandten Alfons Casati, meinteeiner der Flüchtlinge, es sei vielleicht ein Versuch der Spanier gegendas Veltlin im Falle, die Uebergriffe des Tnsner Strafgerichts inihre Schranken zurückzuweisen, denn wenn auch der Versuch nurzum Schein geschehe und nicht um das Veltlin wirtlich zu behalten, sogenüge dieß doch um die Bündner zu einer Diversion zu veranlassen.Als dann Manches für und wider angebracht wurde, soll de Vic ge-rufen haben: „nein, nein, nein, wir wolle» keine Komödie für dieSpanier spielen." Casati hatte auch den catholischcn Orten diesenEinfall in's Veltlin, den er nur einen Schreckschuß nannte, plausibelzu machen versucht Sie aber hatten die Sache den französischen Ge-sandten Meric de Vic und Robert Myron mitgetheilt und waren vonihnen ermähnt worden, dergleichen Rathschlägen kein Ohr zu leihen,denn wenn die Spanier einmal im Veltlin Fuß gefaßt hätten, seienauch die eidgenössischen Vogteien jenseits der Berge bald nicht mehrsicher. Nichtsdestoweniger verursachte Meric de Vic dem Strafgerichtzu Tusis nicht geringen Schrecken und weckte starken Verdacht, als erkurz darauf »ach Mailand reiste und auch an die Walliser Briefeschrieb, welche das Vorgehen des Strafgerichts zu Tusis tadelte».

Im MonatOctober ging Planta ebenfalls nach Mailand und zwar inBegleitung seines Bruders Pompejus, seines Neffen Daniels und seinesSchwagers Fabius von Prevost, sowie des Lucius v. Mont und Joh.Anton Giöri's. Planta wendete vor, er wünsche sich vom Statthalterzu Mailand, Don Gomez Suarez de Figeroa und Cordova, Empfeh-lungsbriefe an S. kais. Majestät und den Grafen Ognaz^ zu ver-

^ Jguaz Vetez de Guevara.

Zusaz des Bcrf.