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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Umtriebe der Bandirten.

1620 . gj„g dahin, Planta und die Seinigen kätten alles in Bereitschaft undauch sie möchten dafür besorgt sein, das dasjenige, was vertragsmäßigund einverständlich iknen obliege, ebenfalls geschehe. Sie hätten mitHauptmann Joh. Schorsch zu Weesen gesprochen, der ebenfalls gutenMuthes sei. Die Mörder in den Bünden trauten ihrer Jache bereitsnicht mehr und wollten unter dem Verwände, daß eine große AnzahlSpanier an den Gränzen sich befände, eine Bcsaznng dem Veltlin auf-dringe», aber eigentlich verlangten die von der venetianischen Partheidieß lediglich z» ibrem eigenen Scbnze. ^ Leztlich enthielten dieseBriefe die Mabnnng, mit höchster Sorgfalt alle Pässe zu bewachen,damit Keiner zu entwischen vermöge. Nach wiederholter AufforderungAlles wokl zu besorgen, verwabrten sich die Schreiber gegen jedeLästigkeit und Versäumniß, wodurch der gute Ansgang gefäbrdet wer-den könnte und drückten den Wunsch eines freudigen Wikcrsehens andem verabredeten Orte aus.

Von Ragaz gingen sie nach Landeck in's Jnnthal. Jene» Briefenwaren übrigens andere des königliche» Dollmetsch Job. Paul an denDollmetsch Molina, znm Theil in Chiffern, meist aber offen zu lesen,beigefügt. Er schrieb, Bonorand'-"' härte versprochen mit den Hülfs-gcldern des Königs von Böhmen und der protestantischen Union eineBesaznng im Veltlin zu unterhalten. Man möchte ausbreiten^ es seinur leeres Geschwäz, daß sich eine Menge Kriegsvolk in der BesteFnentes befinde. Der König von Frankreich würde, wenn er sähe,daß die guten Bündner ernstlich z» Werke ginge», seine Hülfe ebenfallsnicht versagen. Dann folgten mehrere sie allein betreffende Privat-sache». Von Einigen aus dem obern Misor aufgefangen, wurden diese

da»» durch cuwer Versäumnis; sie sich auf innere Teilen vcrseben undbepi'pringen, so rrotestireu Wir, wenn eine Tlundt versäumt wird, sindwir verderbt. Durch Gottes Wille» ermangelt nickt."

Der zweite Zettel eutbiell in Geheimschrift den Sinn: „Die G»t-bcrzige» sollen das Werk nun zubanden nehmen; der König werde mitGeld nicht ermangeln."

» Porta sagt II. 283, diese Schreiben seien dem Davoser Straf-gericht vorgelegt worden, aber von den in tiefer Lethargie vcrsnnkcnenBündnern »»beachtet geblieben. Xsl krustr», sezt er hinzu, oansilinIrumnnn, udi suelini» instnnt rlivinn.

bo Man hatte auck das Gerücht ausgesprengt, daß Pompejus selbstsich in der Beste Fnentes bei den Spaniern befände. Zusaz des Vers.so Der Pfarrer Caspar Bonorand.