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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Umtriebe der Bandirtcn.

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Briefe sogleich dem Strafgericht zu Davos zugestellt. Dieses war im <620.höchste» Grade überrascht. Einige, darunter der zum Vorfizer gewählteJob. Peter Guler, bestanden heftig darauf, daß die Unterthanenlandedurch Besaznng gesichert würden; Andere warfen dagegen ein, manwisse nicht, woher das Geld zu den daraus erwachsenden Unkostennehmen.

Nobnstello nnd seine Gefährten sandten den Joh. Guicciardi nachMailand. Mit Hülfe des Julius dclla Torre insinuirte sich derselbebei Alfonso della Cueoa, Markgraf von Bedmar, einem lebr gescheutenMann, der später Cardinal wurde, sowie beim Kanzler Pietro Ferreriound Antonio de Porres, zwei Spaniern, deren Rath bei dein Herzog,von Feria von vorzüglichem Gewichte war. Ueberdieß empfahl Hie-ronpmo Marino von Genua, Schwiegervater des Grafen Joh. Ser-belloni, welchem Leztern der Auftrag ein Regiment zu werben gewordenwar, dringend die Sache der Veltliner an. Ferner betrieben dieselbesowohl zu Mailand als zu Genua hauptsächlich vier Jesuiten, ScipioCarrara von Bergamo, Joh. Anton Casolario von Werms, HoratioTorello und Antonio Paribelli, Leztere beide Veltliner, und zwar beiDon Juan Vivez, dem spanische» Gesandten. Torello und Paribellibaten vorzüglich darum, daß spanische Hülfstrnppen rechtzeitig bei derHand wären. Gniceiardi, von Mailand heimreisend, nalm sei, e» Wegüber venetianisches Gebiet nnd begab sich zu Planta in der GrafschaftTirol. Der Papst, welcher jedoch keineswegs ein: vollständigeKenntniß der Sache gehabt haben soll, erließ dem Vernehmen nachzwei apostolische Breve's, das eine an Erzherzog Leopold, das anderean den Herzog von Feria, in welchen er ihnen den katholische» Glau-ben im Beltlin nnd den drei Bünden an's Her; legte.

In diesen nämlichen Tagen, und zwar am 4. Juli, wäre RudolfPlanta, als er von Nanders nach Landeek, wo Pompejus war, reisenwollte, in der Nähe von Vinstermünz, wo der Durchpaß enge ist, vonUntcrengadinern, welche auf bündnerischem Gebiet im Hinterhaltelagen, um ein Haar aufgefangen worden. Der Umstand aber, daßdem Ja» Karpf wider Wille» das Gewehr losging, machte Plantaauf diesen Hinterhalt aufmerksam nnd bewog ihn zur Beste Vinster-münz zu eilen, welche den Paß damals versperrte. Von hier ausschrieb er einen, später ebenfalls aufgefangenen Brief an seinen Bruder

Paul V.