Uncntschlossenlwit der Baudirten.
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bereit waren, der Calancer und des geworbenen Volkes Versuche aberals vo» ungewissem Erfolge angesehen werden müßten und leztlichNiemand im Voraus zu sagen vermochte, wie die Pläne im Velilinausfallen wurden, — ergriff sie Unentschlossenheit und sie wußte»nicht mehr was sie thun sollten. Ihre Besorgnis; wurde noch dadurchvermehr;, daß einige österreichische Räthe den Baudirten angedrohthatten, man würde ihre Rückkebr auf österreichisches Gebiet nicht mehrgestatten und ihre dort liegenden Güter zum Pfande nehmen, falls siewieder etwas unternahmen waS schief ausfallen sollte. ^
Da die Desterreicher ferner der Meinung waren, daS veuetianischeBündniß sei abgebrochen und zu nichts geworden, wurde dem KriegS-Volke zu Innsbruck in der That der Befehl gesandt, sich zum Auf-bruche nach Böhmen zu rüste». Aber die Jtaliäner unter Reine und
m Der bünduerische Bnndstag hatte am l7. Juli (zwei Tage vordem Veliliner Meide) Briefe au Director und Räthe zu Innsbruck durcheinen Beten gesandt, des Inhalts: Er (der Bnndstag) habe zwar nie-mals daran gezweifelt, daß sowohl der durchlauchtigste Herzog als dessenRäthe die Etbeinignng stets beobachten würden; hätten aber dennochmit Staunen »nd Schmerz vernommen, daß das geworbene Kriegsvolksich mehr und mehr den bünduerische» Grenzen nähere, daß in seinemGefolge die bündnerischen Bandirien sich befänden und man leztlich damitumgebe, eine noch größere Anzahl Trnvveu zu werben. Man bitte umBeobachtung der Erbcinigung und daß man die bündnerisebcn Bandiitcn,da die Bünde für die Unkosten laut Inhalt des Bündnisses einstehenwollten, vor Gericht stellen möchte. Anderseits würden auch sie danndarauf bedacht sein die Erbeinigung zu hallen.
Director und Nätbe antworteten ani 24. Juli durch den nämlichenBoten, das- KriegSvolk, von welchem die Bünde spräche», sei zum Dienstedes K aisers und Erzherzogs geworben worden. Man wisse nichts davon,daß Planta und die andern Baudirten irgend welche Truppen zu ihrerVerfügung hätten. Au«' Verlangen der Eidgenossen sei ibne» freies Ge^leik zugestanden worden. Das kaiserliche KriegSvolk gedenke man sofortden Jnn abwärts zu führen, die Erbeinigung aber zu beobachten. Dannklagte» sie über bnndnerische, geheime Sendungen nach Böhmen, überVerweigerung dcS Transits für Kriegsbedürfnisse nnd die Unbill, welcheneulich bei Linstermünz ani österreichischem Gebiete gegen Planta verübtworden sei. Um lezterer Ursache willen habe man das KriegSvolk nochzurückgehalten. Sie wunderten sich auch über die zahlreichen Truppender Bündncr im Veltlin nnd Münsterthal, die das österreichische Volkmit Besorgnissen erfüllten Im klebrigen hätten sie den Befehl vonihrem Fürsten und Herrn die Erbeinigung nach Wortlaut zu beobachtennnd hofften das Nämliche von den Bündnern. Jnsaz des Vers.
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