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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Veltlinermorde vorausgingen.

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bekannt war. wurde auch auf seine Worte kein Gewicht gelegt. Job. 1620.' Math. Lupo, genannt Quaglia, von Polaggio in der Gemeinde Ber-benno, welcher, seitdem er einmal einen Diebstahl begangen hatte,nunmehr in der Nähe des Cvmerssc's sein Leben mit Vetteln fristete,erschien ebenfalls zu jener Zeit in Begleitung des Mathias Schenardi,eines Katholiken, vor Heinrich von Hartmannis, Podest« von Mor-se begno, wo er vor ihm, den Kanzler und den Curialen erklärte, im- Hcrzogthum Mailand gehe öffentlich das Gerücht, die Evangelischenim Veltlin mußten sämmtlich umgebracht werden. Als Aussage einesBettlers aber fand auch sie nicht die Würdigung, die sie verdiente undwurde lediglich vom Kanzler notirt, um dem LandShauptmann gemeldetzu werden. In den nämlichen Tagen, wo bereits die Veltliner Be-sazungssoldaten auf der Schanze stunden, kam ein Bote aus demVeltlin am Walle zu Mantello an und antwortete aus die an ihn ge-richtete Frage, ob er Briefe bei sich habe, mit Nein, wobei er abereinen solchen in die vorüberfließcnde Adda warf. Später erst erfuhrman, daß dieser Bote von Jacob Robnstello und Joh. Guicciardi anJoh. Martin Paravicini abgesandt worden war, mit der Einladungam 26. Juli, mit allem was er an Mannschaft zusammenbringenkönne, bebnfs Ausführung ihres Vorhabens sich bereit zu halten.

Und eben dieser Bote wurde fast ohne irgend ein Verhör wieder auffreien Fuß gesezt.

Job. Anton Galleatio de Homodeo, genannt Lugano, hatte zuSondrio, während der ganzen, dem Morde vorangehenden WocheKugeln gegossen, und als er Donnerstags darauf von Press (einemOrt bei Sondrio) mit Gregorio dcl Mntko von Sondcrserberg, aufSonders zu ging, sagte er: „meine Augen sind durch Wachen so er-müdet und meine Füße versagen ihren Dienst fast gänzlich, denn aufBefehl der Doetoren Lavizzari und Paribelli bin ich die ganze Wochemit Gießen von Stückkngeln beschäftigt gewesen." Darauf fügte erdie Frage hinzu, ob er katholisch wäre. Obschon evangelischer Kon-fession, antwortete der Andere dennoch bejahend, worauf Lugano wiederbemerkte: „den Protestanten wird ein Fest bereitet." Gregorio zeigtedieß sofort dem Kanzler Andrea Mingartini, ebenfalls einem Evan-gelischen an, der ihn daraufhin einen Schwäzcr nannte.

Sonntags vor dem Morde verlangte ein zwölfjähriger Knabe zuTeglio vor dem Hanse des Aktiv Guicciardi, eines Evangelischen, mitUngestüm ein Almosen. „Später, fügte er hinzu, werdet Ihr mir