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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Beginn des Mordes.

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haben und mochte bei seine» Gesellen wohl nicht ohne Grund die 1620.Furcht vor Geständnissen erwecken. Jul.tS.

So langte denn Nobustello, nachdem er um 6 Uhr Nachts Grossottoverlassen hatte, zu Tirans im Hanse des DoctorS Francisco Venostaan. Mit ihm eine große Zahl Bandirte, unter denen viele Verbannteaus dem Herzogthnme Mailand und dem Tridentinischen, dann eben-falls viele aus der Herrschaft Venedig sich befanden, welche vonAntonio Lolo, Schwager des Attio Besta, Martin de Federigo undThomas Capitano (Lezterer soll ihren Zweck nicht gekannt haben)hergesandt worden waren; endlich bestand der Hanfe »och anS Ein-wohnern von Grosso und Grossotto, — Alle aber waren Mörder,Giftmischer, Diebe, Meineidige oder durch andere Verbrechen besuldelteMenschen. Sie besezten sofort Wege und Stege, damit kein Evange-lischer entfliehen oder irgend eine Nachricht andern Protestanten zu-kommen könne und schon damals begannen sie bei dem festen PlazePlatts Mal» die Straße durch eine Mauer abzuschließen. SimonVenosta, des DoctorS BrnderSsohn, begab sich mit andern auf denMarktplaz, wo die Pvdestaterei liegt und gab dort mit vier Flinten-schüssen das verabredete Zeichen. Die Evangelischen erhoben sich zwar,doch standen sie lediglich in der Beglaubigung die oben erwähnten vierVerwiesenen befänden sich wieder in der Sradt. Anderseits wurde nochin der Dämmerung die große Glocke gezogen, dann mit allen Sturmgeläutet und die Lärmtrommel gerührt. Von allen Seiten strömtennun die Mörder zusammen. Zuerst wurde Georg Peterlin, DienerdeS PodestatS von Teglio, welcher im Haust des WirthS BaptistaVarufsini in der Nähe der Brücke übernachtet hatte, getödet. Es hattederselbe vor Tage noch das Pferd seines Herrn tränken wollen als ihneine Fl intenkugel erreichte. Auf daS Knallen deS Gewehres öffnete dieGattin des Podest« Joh. v. Capaul sofort die Thüre ihres Schlaf-zinim crs und obschon gleich auf sie gefeuert wurde, blieb sie dennochunvewsehrt. Hierauf wurde die Podestaterei nebst dem benachbartenHausie des genannten Barufsini auf allen Seiten von Bewaffnetenumrimgit. Podest» Enderlin verrammelte die Thüre seines Schlaf-zimnners durch Tisch und Bettstatt und rüstete sich zur Vertheidigung.Mehrmnals wurde auf ihn gefeuert, er selbst bediente sich ebenfallseifrig seines Gewehres, so lange sein Pnkvervorrath ausreichte undvcrwmndete einen der Angreifer unter dem Auge. Darauf hin stiegenFlamiinio Venosta und die Seinigen aus das Dach, deckten dasselbe