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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Mord zu Sondrio.

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Seuzc der Obrigkeit anboten Nun wurde Sturm geläutet und die >620.bciachiartc» Gemeinten strömten bewaffnet herbei. Auf die Worte lS.Jul.u» huligen Versprechungen der Katholiken vertrauend, mischten sichdieErangelischen nnter sie. Schon wurde» Gefäße mit Steinen ge-feilt, .nu die Wege abzusperren und einen Einfall von Außen in dieje; Skdt zu verhindern Doch ließ der Eifer Plozlich nach. Joh. Auto»

Paavcini, Erzpriester daselbst, soll die Runde und bei Vielenik Eiiflü kernn gen gemacht haben. Emilio und Earlo Lavizzari, des

« DotoeS Söhne, sowie dessen Enkel Francesco wußten, wegen ihrer

8 Veischivagernng mit Einwohnern zu Teglio um Alles und Jedes.

Diss geschah am Sonntag den 19. Juli. Nachts darauf stand man! in Vagen.

Zwei Stunden vor Tagesanbruch wurde in dem Orte Qnadrobbio,wo gedachte Lavizzari üch befanden, Prosper Paravicini, Sob» desam Lage vorher getöteten Cesare, während er auf der Wache stand,durch einen Flintenschuß umgebracht. Nie. Marlianico, des Felloftio '

SoNi, welcher mit Luzins Urschletta von Zernez, auf den Lärm hinl an !en gedachten Ort kam, wurde hinterrücks und während es noch

j duwel war, von Doctvr Emilio Lavizzari erschossen. Es zeigte der

Dokor später selbst bei der Behörde an, daß Nicolaus Marlianicoden Tod gefunden hätte, durch wessen Hand, wisse er nicht, wobei ernoch als über den Verirrst eines Verwandte» Schmerz heuchelte.Ueb'igcus befanden sich noch einige Katholiken auf dem Rakhhause, soder abgedachte Kanzler der Thalschaft, welcher diesen neuen Mord ver-wünschte und fein Leben zur Vertheidigung anbot. Auch wollte er»ich: mit den Rebellen im Veltlin bleibe», sondern begab sich aufvenrlianisches Gebiet, wo er bei dem veuctianischen Secretär Seara-mella sich aufhielt. Auch der Doctor Hippolit Vcuosta von Mazzound Ludwig Paravicini von Sondrio, waren Anfangs dabin geflohen.

Einige Evangelische hatten sich im Hause des Kanzlers JohannAndreas Mirrgardiui, zunächst dem Nathhause, von wo sie den Markt-plaz und die Hauptkirehe beherrschen konnten, verschanzt. Aber dieKatholiken drohte» mit Sturm auf jenes Gebäude und so folgten siedem Rathe des Laudshauptmanns »nd zogen ihrer eiuundsiebenzig^

? Oder Fellosiv nach der erwähnten „Beschreib»».»"

6 Nach -> Paria treinndsiebenzig, bewaffnet, und mitten durch dieFeinde, welchen Gott eine» panischen Schrecken, unter dessen Einfluß siedieselben uuverlezl abziehen ließen, eingejagt zu haben schien. II. 2L5.