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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Mord zu Sondrio.

1620 . von Sondrio und Montag»» aus der Stadt, um durch das Malengger-l.Jul. that in das Obereugadin zu gelangen, o

Dienstags darauf drangen Johann Guicciardi, Doctor Paribclliund seine Söhne und mit ihnen die ganze Meuchlerschaar in dasRathhaus zu Sondrio ein. Guicciardi begann zum Landshanptman»folgendermaßen zu sprechen: „Landshauptmann, sagte er, bis jeztwarst Du unser Herr und Meister, sürderhin wirst Du es nicht mehrsein, denn wir haben beschlossen uns von der Herrschaft der luthera-nischen Geistlichen und bnndnerischen Amtleute zu befreien." Und sowurde der Landeshauptmann mit den Seinigen aus dem Amtshausgewiesen, — am folgenden Tage i» das Malenggerthal geführt undnach acht Tagen von dort zur Abreise in's Engadiu mit Victor TraverSund Johann Anton v. Sonvic freigelassen. Aus den GefängnissenSondrio's wurden die Insassen hervorgezogen und die Katholiken frei-gelassen. Den Domenico Salvetti, der den evangelischen Glauben nichtabschwören wollte, verwundeten sie mit eincm Flintenschüsse im Gefäng-nisse, schleiften ihn die Treppe» des Ratbhanses auf und nieder, warfenihn dann in eine Grube und begannen dann, ihn todt wähnend, die-selbe zuzufallen, — als er sich plözlich wieder erhob. Staunend warenwaren sie daran, sich zu entfernen, aber jener rief: Vollendet eure Thatan meinem sterblichen Leibe, damit ich um so schneller meine Seeleihrem himmlischen Schöpfer zurückzugeben vermag."

Der Hansrath im Amtshause und in den Wohnngcn der Evan-gelischen siel der Plünderung anheim. Dieß war das Zeichen zurAuf-stachlnng der Wuth des schlechten Pöbels. Die Hoffnung auf Beuteoder Erbschaft bewog die nächsten Blutsverwandten sich gegenseitig,ja ein Bruder dem Andern »ach dem Leben zu trachten. Die Barern,welche» die Leiter des Aufruhrs Hoffnung gemacht hatten, daß sie vonden Steuern und Abgabe» befreit würde», welche sie an die Evcnge-lische» zu leisten hatten, verfolgte ihre Herrn und Patrone durch Gck'irgund Wald und mezelten sie, wo sie dieselben fanden, ohne Erbarmennieder.

o Pielrv An». Lavizzari spricht in seinen ülemorie isloricbe lollr,Vrrltellrnn 157. von Nnterbandlnngc». welche über diesen Abzug mi denKatholiken gepflogen würd ». Auch läßt sich dieses bei Bennzniw derursprünglichen günstigen Stimmung der Einwohner recht g»! erküren.Noch sag! Lavizzari a. a. O.: „8i rülnssera grresti nellrr Ite/irr perIrr Vrrlle rlr Ilsleneo e nun contenü chiinrlrrrseire nun Irr vitrr, riprrtrr-rono iln cpre' inonü seca Irr rrrppresirxlirr cli »urneruso bestürme."