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Mord an verschiedenen andern Orten.
1626. Sehr merkwürdig ist etwas, was auch nach dem überei nstimmen-22.Jul. den Geständnis der Katholiken, dem Bartholomeo Paravici.ni, einemKnaben von vierzehn Jahren, welcher dem Meßopfer zuzudienenpflegte, begegnet sein soll. Auf dem Marktplaze zu Verben n, in derNahe eines Felsstückes, der den Namen des „Steins vom bösenRathe" führt, wurde von Joh. Tomasett auf ihn geschossen, doch blieber unverlezt. Später verwundete ihn Jac. Pontaschmo sehr schwer miteinem eiserne» Hammer (man nennt ihn passello) und in dem Hanse,in welches er sich jezt flüchtete, wurde er von dem nämlichen Ponta-schino, Martine del Pro und Antonio Crapella abermals mit demHammer und verschiedenen Dolchstichen verlezs Als er nun wietodt im Zimmer lag, sprang er plözlich auf, mit dem Ausrufe, erhabe die Engel Gottes, männlicher und weiblicher Gestalt, deutlicherschaut. Acht Tage später verschied er. Noch starb zu Verben» beiTheilung der Beute Peter Guarinono von der Hand des Joh. Mara-velia. Beide waren Katholiken.
Der Doctor beider Rechte Joh. Bapt. v. Salis von Soglio, imbündnerischen Bregell, zu Sondrio wohnhaft, bereits ein Siebziger,war während verschiedener Tage im Hanse des Joh. Bapt. Lavizzaribewacht worden. Unter dem Verwand ihn auf das Rathhaus zuführen, lockten ibn am 23. Juli Doctor Paribelli der jüngere undAndere aus seiner Wohnung. Bei der Kirche St. Gervasio und Pro-tasio angelangt, streckte ihn Albert, der Diener des Ritters Nicolinde Nicolini von Lovero, aus dem Vcnctianischen, der auch dabei war,mit einem Flintenschüsse nieder und brachte ikm »och andere Wundenbei, worauf er ihm einen Strick um den Hals schlang und zur nächstenGrube schleifte.
Zu Trahona, Caspano und Morbegno fanden, weil die Schläch-terei um acht Tage verfrüht worden, nicht gar viele ihren Tod. Eswar nämlich festgesezt worden, daß Joh. Maria Paravicini Nachts mitden Meuchlern nach Ardenno und Caspano kommen und sich in dem,der evangelischen Kirche benachbarten Hanse des Bencdict Parav cini,seines Vetters, so lange verweilen sollte, bis die Evangelischen iu derPredigt wären, wo dann der Mord stattzufinden hatte. Am Sonirage,den 19. Juli selbst, berief Doctor Ant. Maria Paravicini die Bauernvon Ardenno und Bnglio unter dem Vorgeben zusammen, einige vonihnen als Soldaten (er war nämlich Hauptmann) in die Miliz ein-schreiben zu wollen, theilte ihnen dasjenige, worum es sich hanlelte,