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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Mord zu Berbenno.

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( Katholik, zeigte dieses Schreibe» den Evangelischen und wollte weder 1620.^ zum Aufstande uoch zum Blntbade seine Zustimmung g ben; — meß- 22.Juljl halb er selbst bald darauf von einem andern Katholiken, GiovanniE' Marco Cattaneo, umgebracht wurde. Dieser nämliche Cattaneo mor-h bete auch den Pietro Rinzetto und die Magd des Erzpriesters in Ber-

A beuu, — beide seines eigene» Glaubens.

Baptista, mein Schwagerund Horatio sein Bruder, sowie ihrOheim Ottavio, alle des Geschlechts Paraviciui, waren mit Anderniu's Gebirge entflohen. Auf zugesagtes freies Geleit von SeverinoParaviciui, dem Erzpriester zu Berbeun, kehrten sie wieder heim,

Baptista, mein Schwagerund Horatio sein Bruder, sowie ihrOheim Ottavio, alle des Geschlechts Paraviciui, waren mit Anderniu's Gebirge entflohen. Auf zugesagtes freies Geleit von Severino

worauf sie einige Zage in dessen Hause bewacht und darauf nachSondrio zu Jacob Robustello, der sich schon Landshauptmann desVeltlius strich, abgeführt wurden. Er nahm sie mit anscheinendfreundlicher Miene auf und entlieh sie auf nämliche Weise nach Hause.Aber auf dem Heimwege begriffen, wurden sie am 25. Juli, au einemOrte in der Nähe Sondrio's, der den Namen Sassella führt, voneinigen hiezu bestellten Mördern überfallen, niedergemacht und ihreLeichname in die Adda geworfen. Horatio soll sich lange mit denWaffe» gewehrt haben. Unter Leu Meuchlern befanden sich Pietro deRubeo ", genannt Marcadaut, (derselbe ladete später auch den PietroBrusigato, einen Katholiken, welcher die Paravicini's, als sie noch imGebirge sich versteckt hielten, mit Nahrungsmitteln versorgt hatte)Pietro Garelli und Andere von Polagio. Zu Berbeun wurden imGanzen eilf Personen, darunter fünf Frauen, getödet.

w Im Original oonsurorius. Im Deutschen vielleicht Mitschwagcr,um die durch Heirat!) zweier Fremden mit zwei Schwestern, unter ihnenentstehende Verschwägern»,; von der Strecken und gewöhnlichen zu unter-scheiden. Die St. Galler Uebersezung sezt knrzweg Schwestersoh», —aber unseres Historikers Schwestern hatten sännuk-ich in Familien dies-seits der Berge gehcirathet. Zudem deutet die Borfübe von mebr aufein gleiches verwandkscha'tlichcs Verhältniß zu einen. Dritten und dieVermuthung liegt sehr nahe, daß Baptista Paravicini's Gattin wie die-jenige Fortnuat's v. Sprecher, eine Sebregonzio von Berbeun und wahr-scheinlich eine Schwester der Leztern war.

" Otuadrio cllssoet. crit. lstur. mtorno iillu Vultelllim II. 158 sagtPietro de Roffi, sucht den Robustello von diesem Morde rein zu waschenund lcztern aus einzige Rechnung der Mörder zu stellen, welche, sämmt-lich Päch'er, es in ihrem Interesse erachteten, so viele Pachtherrn alsmöglich auf die Seite zu schaffen.