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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Korrespondenz mit dem Herzog von Feria.

1620. Montags drauf, den 3. August kamen die drei Häupter Johann

3. Nug. Simeo» Florin, Lnzins Beli und Ioh. Peter Guter eben dahin. Am

4. Aug. folgenden Tage, den 4. August, erhielt dann der Bürgermeister zu

Cnr, Gregor Meyer (spater wurde ihm noch Rudolf v. Salis vonMalans zugeordnei) den Auftrag in Gemäßhell deS zwischen den Bün-den und den eidgenössischen Orten bestehenden Bündnisses, bei Zürich,Bern, Glarus und Wallis aus's Dringendste sechstausend MannHülfstruppen zu verlangen. Bei Venedig wurde in einem Briefe umein Darlehen von st. 50,000 Rheinisch gebeten. Ob derselbe aberder Republik gehörig zugestellt wurde, weiß ich nicht, denn Antworterhielte» wir darauf keine. Was den Herzog von Feria anbelangt, soverwahrte er sich in Erwiederung des oberwähnten von uns an ihngerichteten Schreibeils crnstlichst, als ob er i» irgend einer Weise andein Ausstand und Morde betheiligt gewesen sei. Welcher Art imklebrigen, die von uns mit dem Herzogthnm Mailand gepflogeneFreundschaft sei, wüßten wir wohl selbst am besten. Er weise indessengute Nachbarschaft nicht zurück, sei aber immerhin der apostolischenKirche gegenüber selbst mit seinem Blute zu Diensten verpflichtet.

Eine Antwort hieraus wurde unter dem Sigel der drei Häupter

4. Aug. durch den nämlichen Oldrati am Mittwoch den 5. Aug., von ClävenanS an den Herzog von Feria geschickt. Wir hoben darin hervor, essei weder in Gewissenssachen noch in andern Duigen irgend Femandder geringste Zwang angethan werden »nd auch jezt noch unserWunsch, daß die Freiheit beider Eonfessioneii gewahrt bliebe. Daherbäten wir ihn auf gegenseitiges Wohlvernehmen Bedacht zu nehmenund die Aufständischen in keiner Weise zu »nterstüzen. Beschwerendhatte man noch hinzugefügt, daß, als die Unsrige» an der BesteFnentes vorübergezogen, die spanischen Soldaten von dort aus aufsie geschossen hätten. Hieraus erwiederte er am 8. des nämlichenMonats, es sei Kriegsgebraueb, daß wenn ein Heer an einer Bestevorbeiziehe und den Commandant davon nicht benachrichtige, es aufdiese weniger freundliche Art empfangen und begrüßt werde. Abermalskehrte er dann auf seine Ergebenheit gegen die römische Kirche zurück.

Die Häupter sandten von Cläven aus den Paul Flori» an dieDisentiser und Lngnezer, damit steh dieselben beeilten, ihre Mannschaftebenfalls in's Lager zu senden. Schon früher hatte man den GregorinSGngelberg um des gleichen Grundes willen an sie abgeordnet, und

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