176 Ungünstiges Gefecht an der Gandenbrücke,
1820. v. Schaucustciu; ferner durch ungefähr fünfzig Mann aus d»m vier8 . Aug. Dörfern, welche Hanptmann Andreas Meng vor drei Tagem dahingeführt hatte. Als die Feinde aber erfahren hatten, Laß man hier inder Wachsamkeit nnd Vorsicht lästiger geworden, nahm Joh. JacobPirovano von Mailand, ein tüchtiger Soldat, Sonnabends den 8 .Augnst in aller Frühe fünfzig Mann (unter ihnen befanden sich zweides Weges kundige Vcltliner, Joh. Peter nnd Raphael, des Francescound David's Paravieini Söhne), sezte mit denselben über die Adderund griff unvermuthet, von der Höhe herab, unsere Vorposten an.Es hätte Liest durch die Razünser nnd Hohentrinser, welche zu Caspauolagen, bei größerer Wachsamkeit, ganz leicht verhindert werden könnenNicolaus Schalter von Tusis, welcher Wache stand, ^ siel als erstesOpfer von Pirovano's eigener Hand. Auch auf der andern Seite derBrücke begann ein Haufen Veltliner, bei welchem Hanptmann JosephGiraldi, ein Sieilianer, und dessen Lieutenant Peter Ciapani, fernerHanptmann Joh Ant. Carosio und dessen Lieutenant Ambrosia Rhüsowie endlich Hauptmann Julio Bregondio sich befanden, (im Ganzenwaren es achtzig Reiter und dreihundert Mann zu Fuß) mit Heftigkeitden Angriff. Anfangs sezte» sich die Bündner sowohl aus der Krücke,als in der benachbarten Wohnung und Kelter tüchtig zur Wehre ^und tödeten dabei den Francesco Gaionzello, einen verbannten Edel-e mann aus Val Camonica, sowie zwei Gemeine, — als sie sich aberzwischen zwei Feuer genommen sahen, dachten sie an den Rückzug. Sieverloren zweiunddreißig Mann, davon vierzehn aus dem obern Bundeund achtzehn aus Leu vier Dörfern. Unter Leztern befand sich auchHanptmann Andreas Meng Vier wurden gefangen genommen.Die Feinde brannten hierauf das Haus au der Brücke nieder und
^ Er war, sagtQnadrio, die einzige Schildwache, welche die Bündnerausgestellt halte». Sie wurde überrascht, bevor sie Lärm schlage» konnte.II. 192.
5» So QuaLrio. Im Original AmbrosiuS Nbandensis.
58 6o>> »rolto vsloro, gesteht Quadrio selbst.
8» Einen von ihnen sandle Ne'bustell mit einem Briese, den er zuMorbegno den 8. August schrieb, an die katholischen Hauptleute derObcrbündncr. Hauptmaun Caspar v. Cabalzar öffnete das Schreibennnd zeigte es uns. Es geschah darin Erwähnung früherer an die katho-lischen Bündner gerichteter Briese und einhielt nunmehr die Drohung,wenn sie von dem Kriege gegen das Veltlin nicht abließen, würde esihnen schlimmer als den Kezern selbst ergehe». Z»saz des Berf.