Plauta und Steiger rücken in's Münstertbal.
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dieses Viertels'' hatte bereits früher sehr freundschaftliche Briefe an 1620.die Engadiner und Münsterthaler abgeben lassen, in welchen er die 26.In!.Versicherung gab, die bisberige gute Nachbarschaft aufrecht halten unddie Erbeinigung beobachten zn wolle». Zudem hatten die Münster-thaler an dem Tage, der dem Einbruch in ihr Thal vorherging, einigeder Ihrigen an den österreichischen Pfleger und Kanzler zu Glurnsgesandt, um den Grund der Truppeuzusammenziehung zu erfahren.
Es antwortete derselbe, von feindseliger Gesinnung nichts zu wissen,und ermabnte sie als gute Nachbaren ohne Sorge zu sein.
Den 27. Juli, am Montage, versammelten sich beim Dorfe 27.I„l.Münster die Münsterthaler mit den Engadiner Hülfstruppen undhielten Musterung. Die Dorfbewohner, katholisch und Plauta meistergeben, (unter ihnen soll der Ortspfarrer, Andreas Lanfrancho, einPuschlaver, die Planta'sche Sache mit Eifer verfochten haben) hießendie Andern bei dem regnerischen Himmel ruhig heim gehen, indem siesich selbst zur sorgfältigen Ausstellung der Wachen erboten.
Am Dienstag den 28. Juli erschienen darauf in aller Frühe 28.Iul.Plauta und Steiger mit ihrem Volke und verlangten von den Ein-wohnern von Münster den Durchpaß, der ihnen.auch sofort zugestan-den wurde. Durch Nieolaus Carl v. Hokenbalke», welcher zu Münsterauf Planta nicht hatte warten wollen, von dem Einbruch unterrichtet,eilten nun die Engadiner und übrige» Münsterthaler zu den Waffenund dem Feinde beim Dorfe Selva entgegen. Derselbe wurde vonChristoph Schnür, einem Eidgenosse» und Lieutenant Steigers, sowieden zwei Adjudante» Naina und Gallus angeführt; Fähndrich warSimon Hochmuet, aus Bobinen stammend und zu Innsbruck nieder-gelassen. Aus einer Wiese bei Selva kam es zum Treffen, wo dieBünduer, geübten, alten Soldaten gegenüber nicht Stand zu haltenvermochten und zurückwichen. Umsonst waren alle Bemühungen desBlasins Alexander, sie zur Wiederaufnahme des Gefechtes zu bewegen.
Von den Bündnern blieb Auto», genannt Guertsch, ein Münsterthaler,auf dem Plaz. Auf Seite der Feinde wurde ein Italiener verwundet.
Als dann noch die Befürchtung Raum gewann, vom Umbrail herdurch die Worniscr und Veltliner abgeschnitten zu werden, wandtesich eine Zabl von 480 Personen aus der Einwohnerschaft demEngadin zu. Viele Andere aber, welche zur Planta'sche» Parthei
^ Omu'larü in Original, vielleicht Terzier (im Veltlin) analog mitQuartier zu abkürzen.