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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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185
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k Die Veltliner suchen ihren Aufstand zu rechtfertigen, 185

im Uebrigen wolle er die Ereinigung beobachten. Die Bcseznng des 1620.Müusterthals geschah übrigens zu dem Ende, um durch Occupation 28 .Jul.der zwischen dem Herzogthum Mailand und der Grafschaft Tirol lie-genden Thalschafte» Veltlin, Wornis und Münsterthal (eine Streckevon 24 Siunden) die Verbindung zwischen den deutschen und italie-nischen Herrschaften Oesterreichs ununterbrochen zu erhalten. Kurzdaraus sandte Oesterreich sechzig Mann aus der Compagnie des Hie-ronynms August zum Jungen, unter der Anführung des HauptmannMüller in das Montafnn, um die benachbarten Prättigancr dadurchzu veranlasse», daheim zu bleiben

Inzwischen schrieben die Veltliner a» die Eidgenossen und alleitalischen Fürsten (selbst nach Bergamo zu den vcnetianischen Räthensollen sie ihre Boten gesandt haben, — doch fanden sie hier keinefreundliche Ausnahme) und rühmten sich ihrer blutigen That. NachRom wurde der Kapuziner Pater Jgnaz gesandt, welcher zuerst zuLugano aus eidgenössischem Gebiet mit dem apostolischen NuntiusSarego eine Zusammenkunft hielt und von da am 16. August nach 16. Ag.Rom zu», Papste ging um das Unternehme» zu entschnldigen und dieRückerstattung des Veltlins an den Bischof von Cur^ zu betreiben.

Daß der Papst den Mord und alle gewaltsamen Maßregeln gänzlichmißbilligte, hat mir Pater Jgnaz selbst erzählt. Als »ach einiger Zeitauch Jacob Paribelli und nach ihm Joh. Ant. Paravicini, Erzpricstcrzu Sondrio, mit dem Pfarrer zu Caspano, ebenfalls einem Paravicini,nach Rom kamen, soll der Papst ihnen über ihre Gewaltäthigkeit Vor->würfe gemacht und sie unter Ander», gefragt haben, warum sie, da es.sich ja nach ihre», Vorgeben um die Religion gehandelt, die Sache^ nicht vorher dem apostolischen Stuhle mitgetheilt hätten. Sie wendeteni ein, es sei dieß deßhalb nicht geschehen, weil mau befürchtete, daß einige«der französischen und veuetianischeu Parlhei angehörende Cardinäle^die Sache nicht geheim gehalten haben würden. An den Erzherzog

( He,u ist diese Berbindnng durch Ocsfnung des Stllsser

sJoches hergestellt, ebne daß das Münster,hal dabei berührt wird. Da-mals aber war der Ilmbrail oder das Wormser Joch der einzig vermit-telnde Bergpaß. Für Saumpscrde ist derselbe auch gegenwärtig nochgangbar und ant der P.ißböhc des Ttilsser Joches, mündet der Pfad.weicher von Lt. Maria bcrführt, in dessen Hauptstraße ein.

'5 So im Original. Soll wohl Como beißen, das seine Ansprücheaus das Neltlin bei dieser Gclegenbcit sicherlich geltend z» machen suchte.

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