190 Der obere Bund sondert sich von den beiden Andern ob.
1620. falls drei Compagnien Zürcher, im Ganzen tausend Mann unter19. Ag. Oberst Job. Jacob Steiner und den Hanxtleuten Caspar Schmidund Joh. Wilhelm Stncki an. Am 19. August, Mittwochs, berührtendiese Hülfstrnppen die Bündner Gränze in der Herrschaft Maienfelbund Freitags den 21. August zogen die Zürcher durch das Prättigauauf Davos zu, um von da in das obere Engadiu zu gelange». DieBerncr aber kamen nach Cur und gingen von hier durch den Rhein-wald nach Claven.
Schon hatten die Misoxer sich mit den Lugnezer» und Diseutisernvereinigt und waren in Jlanz eingerückt, wo sie sich sieben dort lie-gender Feldstücke und der nöthigen Munition bemächtigten und nichtnur alle Katholiken des grauen Bundes, sondern auch die meistenEvangelischen, wen» auch Leztere gegen ihren Willen, zu sich zogen.Die beide» andern Bünde sandten auf dieses hin von Cur aus Botenan sie nach Jlanz mit der Mahnung ihre Kräfte zu denjenigen derEidgenossen und übrige» Bündner stoßen zu lassen und unter Beseit-sezung jeder feindseligen Gesinnung gemeinsam zur Wiedereroberungdes Veltlins und des übrigen Verlornen Gebietes aufzubrechen. Sieantworteten 82 aber, sie seien im Besize fester und znverläßiger Ver-sprechungen von Seite der Gesandten der mächtigsten Fürsten, sowieder Veltliner Unterthanen selbst, wonach alles Verlorne ohne Blut-vergießen zurückerstattet werden sollte. Sie verlangten dermalen auchnur Aushebung und Nichtigerklärung der Tusuer und Davoscr Straf-gerichtsbeschlüsse und Entschädigung für die erlittene» Verlurste. ^Die von Grub hatten zwar hundert freiwillige Musketiere mit denEidgenossen ziehen lassen wollen, waren aber hieran von den Uebrigenverhindert worden. Tusis, Heiuzenberg, Schanis und Rheinwaldließen sich übrigens nicht abhalten eine Anzahl Volks zur Besezungvon Eläven zu senden. Eben dahin kamen auch die Curwalder undAlveneuer, während Maienfeld zur Hut der Nachbarschaft zurückblieb.
erkundigen, ob der Schollberg verlegt wäre oder nicht. Es war dießaber nickt der Fall. „Aus dem Schloß Gutenkerg und Vaduz wünschteman uns ein guten Morgen mit Trommeten und Losbrennen etlicherStuten."
«2 Am 2l. Angnü erließen die Disentiser, Lugnezer, Sbcrsaxcr,Valscr und Misoxer ein Schreiben an die Berner zu E»r, mit der Ein-ladung von dem Kriegszug in's Vcltlin abzustehen und an dessen Stelledie Abordnung eidgenössischer Boten träten zn lassen. Zusaz d. Vers.
Wahrscheinlich verstanden sie darunter die Geldbuße».