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Die Berner fallen in einen Hinterhalt.
1620. Unermüdlich sprengte die feindliche Reiterei umher und schweifte bisII.Sp. Mazzo, wo sie einen der Unsrigen, der ein Schwein aus einem Kobenwegführen wollte, gefangen nahm und durch ihn über den Bestandt unseres Heeres vollständige Kenntniß erhielt.
Freitags den 11 . September hörten die Berner zuerst die Feld-predigt an, worauf Kriegsrath gehalten wurde. Hier sagte Gulerunter Andern, mit klaren deutlichen Worten: „Heute werden wir aufden gerüsteten Feind treffen und wenn Ihr es wollt, werden wirBündner, um deren Land der Kampf geschlagen wird, in der erstenSchlachtreihe stehen." Mülinen und Frisching aber erbaten sich denersten Angriff für die Berner aus. Somit wurde beschlossen, daßzuerst dreihundert Eidgenossen und Bündner (der bernerische Führerwar Abraham Binder, — der bündnerische Johann Fausch aus demPrättigau) als Plänkler und Vorhut vorausgehen sollten. Dannhätten in erster Reihe die Berner zu folgen und sobald man zu SänGottardo (einige Häuser und eine Kirche unterhalb des Dorfes Ser-nio, -— die Gebäude wurden später eingeäschert) angelangt wäre,sollte jede der drei Abtheilungen die Andern erwarten. Ganz nahebei Sau Gottardo liegt ein kleines Thal, das den Namen Clus führtund bei Besezung durch eine Handvoll Truppen von. Feinde nicht leichthätte passirt werden können. Der Plan ging dahin, daß die Bernerdie Landstraße, die Zürcher den untern Theil gegen die Adda hin unddie Bündner, als mehr an unebenes Terrain gewöhnt, den Abhangbesezt halten und von da aus mit gemeinschaftlichen Kräften undgleichsam in einem Anlaufe die Stadt Tirano angreifen sollten. Alsdie Berner aber an den bezeichneten Ort kamen, gingen sie, statt wieverabredet, Halt zu machen, verlockt durch die leichte feindliche Reiterei,über die Clus hinaus. ^
'«5 „AIs der Hauptmann, we'cher mit den Musketiers das Gepäckgeleitete (das Berner Regiment hatte die Vorhut »nd machte gegen alleKriegsordnung sein von 30 — 40 Mann bedecktes Gepäck an die Spizeziehen), nach Sernio kam und ihm von dem Wegweiser, den er bei sichhatte, gesagt wurde: Dieses sei der Ort, wo er sämmtliches Kriegsvolkzu erwarten habe, antwortete er hochmüthig (nrroF-mtnments): „„Erwolle weiter ziehen, der Feind werde die Kühnheit nicht habe», denBären, (d. h. die Berner Truppen) zu erwarten.""
„Der mit dem Hauptkorps nachrückende Berner Oberst, obschon willensHalt zu machen, besorgte, daß das Gepäck nebst dem Solde eines Monats,der mitgefühlt wurde, die Beute des Feindes werden möchte und da er