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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Die Beiner fallen in eine» Hinterhalt.

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' Der Feind war, wie bemerkt, der Zahl nach verstärkt und wohl 1620.vorbereitet. Anwesend waren Don Hieronymo Pimentelli, Octavian ll.Sp.Custode, Generalkommissär der Reiterei im Herzogthum Mailand,

Philipp Spinola, Sohn des Markgrafen Ambrosius, Joh. Guzmann,Francesco Bivez, Peter Freiherr v. Wattewil, Manfrino Castiglioni,Hercules Camera, Lieutenant in der Schwadron des Don AlfonsoCarillo und mit ihnen viele andere edle Spanier und Italiener, außerder Reiterei, welche fünfhundert Pferde stark, bereits früher sich imVeltlin befand. An Fußvolk waren anwesend eilf Compagnien vomRegimente des Joh. Bravo; Major war Don Juan de Origliana;ferner ebenfalls eilf Compagnien aus dem Regiment des^Ludwig vonCorduba, — Major Don Juan Diaz Samorano. Zu diesen kamen«och das italienische Kriegsrolk, das früher zu Worms lag, dann sechsVeltliner Compagnien unter den Hauptleuten Anton Maria und Joh.

Maria P.navicini, Jacob Torello, Simon Venosta, Francesco Gnic-eialdi und Joh. Campaccio. Lezterer war an die Stelle eines Vclt-liners getreten. Dieses ganze Heer war am Abend vorher oder amFreitag selbst zu Tirano eingezogen, so daß viele Spanier lediglich ihrHandgepäck ablegten und sofort zum Kampfe in's Freie herauszogen.

Dos grobe Geschüz war bereits angelangt, man konnte aber nur vondrei Stücken Gebrauch machen. Das eine führten fie auf das Feldvor die Stadt und stellten es an einer Stelle auf, wo einige Schanzenaufgeworfen waren. Die Spanier lagen in den benachbarten Wein-gärten hinter Mauern und Schanzen im Hinterhalt; an einigenStellen hatten sie die Neben abgeschnitten und die Mauern wegge-schafft, um der Reiterei freieren Spielraum zu verschaffen. Als bereitsjene dreihundert unserer Vorhut mit dem Feinde plänkelten (nichtohne Glück, da sie theilweise durch den Berg und Mauern geschüztwaren; aber das Schießpulver begann ihnen auszugehen) fielen dieBerner, welche auf der Landstraße daherzogen in den Hinterhalt derFeinde. Unerschrocken berief Mülinen seine Hauptleute zum Kriegs-rathe, nud wollte darauf die ersten drei Compagnien, nämlich seine,die des Joducus v. Bonstetten und Joh. Rudolf Wagner's vorrückenlassen, aber das Terrain war abschüssig und so ungünstig, daß dieSpanier aus ihrem Hinterhalt heraus in gerader Richtung auf sie

zugleich eisige Schusse hörte, so glaubte er, Las Gepäck sei schon an-gegriffen, weßhalb er sich denn entschloß weiler zu gehen. Salis-Marschlins A. 289.