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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Abzug von Worms.

1620. thiere mit Schießpulver, Kugeln und Lunten beladen zu Worms an.

Als die gemeinen Soldaten aber den geringen Verrath bemerktenl3.Sp. verließen ihrer damals schon Viele das Lager. Sonntags den 13. Sept.wurde im Kriegsrath beschlossen, zu Worms zu bleiben, die Stadt zubefestigen und mehr Hülfstruppen an sich zu ziehen. Aber am folgen-den Tage, und auch schon während der Nacht hatte sich ein bedeutenderTheil der Truppen aus dem Staub gemacht.Vergeblich sich be-mühend die klebrigen zum Dableiben'" zu bewegen, waren dieZürcher, Münsterthaler und einige Davoser mtt Guler die Leztenbeim Rückzug. Montags langte man gegen Abend in Val Livigno,und von dort im Oberengadin an, wo die Eidgenossen zu Scanfs,Zuz, Madulein und Campovast sich lagerten, während die Bündnerheimgingen.

Die Spanier vermochten es kaum zu glauben, daß Worms auf soleichtsinnige Weise verlassen worden sei und während vier voller Tagebetrat es kein fremder Söldner. Endlich sandten sie einige spanischeund italienische Compagnien aus dem Regiment des Hieronymo Rhödahin. Der venetianische Proveditor Paruta schickte später den Lieu-tenant Lagrange, einen Franzosen, über Monte Gabi« und Val Forba,um Alles genau zu erfahren, nach Worms. In Begleitung von fünfzigMusketieren kam dieser an der Brücke daselbst an, gab sich und seineGefährten für Ueberläufer aus dem venetiunischen Lager aus und solldann mit den spanischen Vorposten eine Unterredung gehabt haben,

"s Es war so wenig, sagt der Zürcher Bericht, „daß einem Mus-quetierer etwa ein Löffel voll Pulver und ein halb Ell Zündstrick werdenmögen." S. 394.

t» Die Beiner waren die Ersten, da Hauptmann Binder, ausgenom-men bei denjenigen seiner Compagnie, nicht Ansehen genug besaß, fitzurückzuhalten. Doch war auch die Mehrzahl der Bündner nicht faul,ihnen zu folgen. Die Zürcher hielten am wackersten aus »nd mit Rechtspendet ihnen Salis-Marschlins das verdiente Lob. S. 246.

Als Entschuldigung für dieses unverantwortliche Davonlaufen kannvielleicht der Umstand gellend gemacht werden, daß am <0. Septemberdie Fünförtischen unter Oberst Beroldingen in die Bünde eingerücktwaren und namentlich die vom Zehngerichtenbunde sich von denselbennichts gutes versahen.

Die Meisten wandten vor, sie hätten nun ihre eigenen Heimwesengegen die drohende Macht Oesterreichs und die mit den Oberbündnernnun verbundenen Kräfte der katholischen Orte zu vertheidigen.