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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Rückkehr der Bote» von Mailand.

1621. eine Waarensuste zu erbauen, enthielten. Noch versprachen die von,F-cbr. grauen Bunde Boten nach Innsbruck zu senden, damit die schweben-den Anstünde dort nach Inhalt der Erbeinigung ihre Entscheidungfänden, denn der Herzog von Feria versicherte schriftlich, daß er indieser Sache durchaus im Einverständnisse mit dem Kaiser handle.

Wohlwollend behandelt und mit einem reichlichen Reisegeld ver-sehen, wurden un Monat Februar die Boten vom Herzog in die Bündeentlassen, wo man die Artikel sofort den Gemeinden vorlegte. DieMeisten verlangten die Schleifung der festen Pläze und den Wegzugder Besazungen. Auch würden die Evangelischen zum Ausschluß ihrerCoufession aus dem Veltlin niemals ihre Zustimmung gegeben haben,wenn ihre Hände nicht gebunden gewesen wären. Aber das fünf-vrtische Kriegsvolk umgab bewaffnet (wie z. B. die Fleckensteiner zuHohentrins) die Gemeindsvcrsammlungen und Niemand wagte denMund zu öffnen.

Im Veltlin wüthete inzwischen eine ansteckende Krankheit, welchesich in heftigem Kopfschmerz äußerte. * Viele aus der untern Volks-klasse, zumal in Tirano, fielen ihr zum Opfer. Einige Aerzte behaup-teten, es fei dieselbe eine Folge der Furcht während des steten Waffen-gecäusches.

In den nämlichen Tagen wurde Nicolaus Schenui, Landammannim Rheinwald, als venetianischer Gesinnung verdächtig, von einigenRheinwaldern gefangen gehalten, — aber Joh. Cafimir, des Herculesv. Salis Sohn, Jacob Curtabatti jünger, Joh. Peter v. Sonvig undAndere, welche von Cläven herüberkamen, befreiten ibn und führtenihn mit sich heim. Um ihn gefangen nach Jlanz zu bringen, hattendie daselbst versammelten Oberbündner bereits 70 Mann in dasValserthal gesandt.

Unter der spanischen Besazung an der Riva di Mezzola befand sichauch Joh. Anton Bottintrochi, ein Flüchtling aus Plurs. Mit Bei-hülfe einiger Anderer raubte derselbe in der Nacht des 8. Januarsaus einem in der Gemeinde Prada, Grafschaft Cläven, gelegenen, einemEvangelischen Namens Ruschetto zugehörenden Stalle, sieben StückVieh, plünderte die Wohnung vollends und steckte dieselbe in Brand,bevor noch die bündnerische Besazung herbeizueilen vermochte.

> Oepkslslxia im Original.