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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Ermordung des Pompejus Planta.

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Diener erzählen, er hätte die Mörder gebeten, ihn gefangen weg- 1621.zuführen und auf ihre Weigerung ausgerufen: „So sättigt denn25.Fbr.Euch, Ihr blutigen Hunde!" Im Todeskampfe sollen seine leztenWorte gewesen sein: „Jesus von Nazareth, verlaß mich nicht." Einanderer Diener, Johannes Tönz, der eben die Pferde zurüstete, daPompejus an diesem Tage nach dem Schlosse Räzüns und Jlanzreiten wollte, wurde ebenfalls am Kopfe verwundet. Die Mördernahmen die Pferde und Waffen ihres Opfers mit sich, ritten zumHöhne mitten durch die Wachen der Fünförtischen zu Ems hindurch,ebenso durch die Stadt Cur und kehrten in's Prättigau zurück. Vonhier zogen Blasius, Jenatsch und Gallus im Riedt, in Gesellschafteiniger Engadiner und Münsterthaler in's Unterengadin, wie sie einigeGönner ^ (nach ihrem Ausdrucke) Rudolf's Planta, nämlich zu Lavinden Joh. Adam, zu Ardez den Fortunat Planta, Johannes Bard undden Dominic und Bartholomäus Gulfin umbrachten. Auf gleicheWeise wurde wenige Tage darauf Andreas Pult von Remüs durcheinige Münsterthaler getödet, und im Monat April fanden Joh. Krapfund Georg Rauch während sie als Wachen im Scarlthale standendurch Flintenschüsse ihren Tod.

vff den rucken gethan daß die ax durch ven leib in die fußtily gangenvnd bestecket ist. Als der Knecht das geschrey gehört, hat er stürm ge-leutet vnd von stund an ist in allen kilchen in Domlesc stürm geleuletwurden. Darauff find die Landleuth dem Schloß Nielhberg zugelassenvnd habend nit gwust was es antreffe vnd sind seer vbel erschrocken vndje ein dem anderen gefraget: was das bedeute! Der Reitknecht wardvffgehalten, Laß er's nit berichten konnt. Die Thäter haben vernommenPompeyus habe 8000 Spanische Dubla im Schloß, die welle er spen-diren, damit die spanische pündtnnß fnrgange vnd so sich jemands dar-widerseze, daß man dieselben mit fremden kriegsvolk möge niederheben.Dieweil aber die puren zum Theil schon beim schloß warend, habend siein lassen ligen, nit geraubet vnd zu den puren gesagt: Ihr habend auffGeheiß des Pompeyi planta die Canzlen in der Kirchen zu Almens zer-schlagen vnd gesagt, Ihr wellends in andren evangelischen Kirchen auchalso machen, goud yez hin vnd nemend den pompejum mit euch vnd zer-schlagend mehr Canzlen in andren kirchen," — habend seine drei Reich-Pferd gnommen, den rossen den Sporen gegeben, sind stracks Chur zugeritten, lütter Tags durch die statt geritten vnd ohne alle Hinderniß genGrüsch kommen den 15. Februari 1621." III. S. 5.i kaulores im Original.