Rückzug der Fünförnjchen »ach Uri.
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Disentiser und Lugnezer hatten außer dieser noch zwei andere Com- t62I.pagnien geworben) in Stücken zerrissen, das andere aber, welches demGericht gehörte, wieder erstattet wurde. Es folgten nun die Lugnezergemeinschaftlich mit den übrigen Bündnern dem fünförtischen Kriegs-volk nach, welches zu Sumvix und den benachbarten Orten, jene aberin ihrer Nähe, zu Waltensburg und dessen Nachbarschaft sich lagerten.
Einige Calanker zündeten zu Pradella, unterhalb Waltensburg, einHaus an. Nicht vermögend das grobe Geschüz weiter zu schleppen,ließen die Eidgenossen es endlich liegen, zerschlugen jedoch vorher dieRäder, um es für den Augenblick unbrauchbar zu machen. Die klei-nern Feldstücke nahmen sie mit bis Disentis.
Montags den 5. April brach jedes Heer in aller Frühe auf. Die 5.AprilMisoxer wandten sich in das Medelserthal; die Fünförtischen schrittendas Tavetsch einwärts und wo sie eine günstige Stelle fanden, machtensie Front und suchten durch Gewehrsalven (später klagten sie aber doch,wegen Mangel an Schießpulver im Kampfe gehindert worden zu sei»)die Bündner in ihrer Verfolgung aufzuhalten. Endlich stiegen unge-fähr hundert Prättigauer über den tiefen Schnee auf eine Berghöhe,um ihnen den Weg abzuschneiden. Als die Fünförtischen dieß wahr-nahmen, ließen sie, um in der Flucht nicht gehindert zu werden, ihregesammte Beute, sechsunddreißig Pferde und vieles Rindvieh im Stiche.
Das einzige Pferd, welches nach Ursern gelangte, war dasjenige desHauptmanns Heinrich Sebastian Trösch. Einige eidgenössische Nach-zügler, von den Prättigauer» auf der Höhe überrascht, wurden un-vcrlezt entlassen, doch mußten sie geloben, niemals wieder in feindlicherAbsicht nach den Bünden zu kommen. Die Bündner dehnten übrigensdie Verfolgung nicht über ihre Grenzen aus. Von den Eidgenossenfielen dreizehn, 'b Misoxer drei, von Disentis nur einer. Von denBündnern starb nur Einer, Thomas Casper, ein Prättigauer, und erwurde aus Versehen, da er in der vordersten Reihe gegen die Eid-genossen kämpfte, von seinen eigenen Landsleuten durch einen Flinten-schuß getödet."
^ „In disem Streit, sagt Anhörn, sind in die 209 der fünf Ortenblieben, welches sie in ein Stadel gethan vnd Hauß vnd Stadel ver-brennt»." III. 23.
^ Der Herausgeber kann es sich nicht versagen, hier ei» Spottliedjener Zeit mitzutheilen, welches auf diesen Zug der Fünförtischen in den