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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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252
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252 Der Bündner Aufbrach gegen dieselben.

1621. selbst glaube keineswegs, daß die Spanier mit bedeutenden Streit-kräften in's Misox kommen wurden. Leztlich sei er bereits nach Solo-thurn berufen worden, um die bündnerischen Angelegenheiten mit demaußerordentlichen Gesandten Moutholou, der ebenfalls dahin zu kom-men hätte, des Breitere» zu besprechen.

In der That aber machte er sich, wie man später erfuhr, vielfrüher als nöthig davon, weil er der zu Disentis vorgefundenen Briefehalber sich vor dem Volke scheute. Eitle Furcht. Es hatten dieBündner durch eigenen Schaden gelernt, eber Alles in Geduld undSchweigen zu schlucken als durch Aufrühren und Tadeln dessen, wasbereits geschehen, ihm den Anlaß zur Anstiftung noch größeren Un-heils zu geben. Die Boten dankten ihm daher und baten um Fort-dauer feiner wohlwollenden Gesinnung. Auch schrieben nunmehrsämmtliche drei Bünde (wie früher derjenige des Gottshauses und derzehn Gerichte, als sie sich über die Privateapitulation des obernBundes beklagten) an den König von Frankreich und belobten höchlichdie Treue und Geschicklichkeit seines Gesandten Guefsier.

Auf dem Beitag wurde auch darüber Rath gepflogen, ob maneinen Heerhaufen in das Misoxerthal schicken sollte. Das Kricgsvolkfand sich dazu bereit. Die Unterengadiner und Münstcrtbaler bliebenzur Hut ihrer Thäler zurück. Ein Theil der Oberengadincr zog in'sPuschlav, ein anderer nach Cläven, wohin auch die Bcrgüuer, Ober-halbsteiner, Obervazer und Bregeller bestimmt waren. Die Lugnezer,Waltensburger und die von der Grub, wurden als Besazung nachDisentis gelegt. Die übrigen Fähnlein, ihrer dreizehn an der Zahl,lü.Apr.zogen auf Misox zu. Freitags den 16. April hatten die Rhcinwaldcrden Feind bereits aus dem Dorfe St. Bernhardt» gedrängt, dreiMann getödet und einen, es war ein Engländer, gefangen, sowie drei21 Apr. Pferde erbeutet. Mittwochs den 21. April langten die übrigen Bünd-ner im Dorfe St. Bernhard!», Thalschaft Misox, an und zwar unterden nämlichen Führern Michael Finer und Paul Buol, wie früher.Hier hielt man Kriegsrath. Der Feind hatte sich zu St. Jacob ge-lagert und gewissermaßen befestigt. Man beschloß den Angriff auf den2.2.Apr. folgenden Tag, den 22. April, und zwar sollten die von den zehnGerichten längs der Bcrghälde, die übrigen auf der Landstraße vor-rücken. Dem Baptista v. Salis, damals Anführer zu Cläven, hattendie Häupter den Befehl zugehen lassen, dreihundert Mann über denFurcula Paß nach Soazza, in's Misox zu schicken und den Feind auf