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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Ankunft Montholon's in Cur.

1621. hatte, brach das Feuer in der Nähe des Schornsteins im obern Theiledes Klosters aus; doch zeigten sich die evangelischen wie die katholischenKriegsleute beim Löschen desselben so thätig, daß die Kirche, so wieeinige Wohngebäude erhalten werden konnten."

Beide Briefe sandten wir mit größter Beschleunigung dem Erz-herzoge zu. Während wir noch zu Innsbruck uns aufhielten, warN. Pofster Longepierre von Seite seines Oheims, Wilhelm's v. Mon-tholon, Herrn de Pluviers, der als außerordentlicher französischer Ge-sandter bereits zu Solothurn angelangt war, — mit Briefen an denErzherzog angekommen, in welchen um Wiederherstellung des Transitsgebeten wurde. Doch richtete er ebensowenig etwas aus." Auchrüsteten sich bereits damals die Oesterreichs mehr und mehr zumKriege und Boiüfaz Bcrthold warb zu Innsbruck eine Compagnie, diein das Münsterthal gelegt wurde.

Am 18. Mai langte Montholon in Cur an und wurde mit demhöchsten Jubel begrüßt. Er war ein ernster und damals schon krän-kelnder Mann, der denn auch 1623 zu Solothurn verstarb. Nachvier Tagen, also am 22. Mai, trat er vor den Bundstag und theiltemit eben so großer Beredsamkeit, als ernstem Nachdruck mit, daß derKönig von Frankreich willens sei, seine Bündner bei Wiedererwerbungdes Verlornen Landes zu unterstüzen und zu diesem Zwecke zwei Mittelvorschlage. Das erste sei eine gütliche Vereinbarung und zu diesemZwecke Franyois Bassompierre ^ schon nach Spanien gesandt worden.Man hoffe das Beste davon. Das zweite Mittel seien die Waffen,wobei er er die französische Tapferkeit sehr hervorhob und dabei be-merkte, nichts könne für die Bündner nüzlicher sein als die Freund-schaft Frankreichs. Der eine Nachbar der Bünde, Spanien, allzu-mächtig, wolle sie erdrücken, der andere, die Republik Venedig, sei zuschwach, um sie zu unterstüzen.

Nachdem Montholon sechs Tage zu Cur sich aufgehalten hatte,wurden dem Bundstage königliche Briefe, datirt Saumur 14. Mai,theils gleichzeitig mit dem Madrider Vertrag an den Gesandten

Montholon sandte auch einen seiner Edeln, Namens Billargois,Namens der Bündner zum Herzog von Feria, welcher sich auf eine sreund-schastheuchelnde Antwort beschränkte. Zusaz des Vers.

33 Es ist dieß der bekannte Marschall de Bassompierre, dessen Mo-moiren für die Bündnergeschichte von Wichtigkeit sind.