Scharmüzel am St. Luziensteig.
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uns selbst. Es fand sich auch ein Schreiben des Abts von Disentis über 1621.den Brand des Klosters dabei. Ueberhaupt lag sowohl hierüber alsnamentlich auch über den Verlauf des Gefechts am St. Luziensteige,von welchem Brion geschrieben hatte, ein in allen Punkten wahrhafterBericht vor. Als Brion diesem zufolge am 13. Mai mit einem Theileseiner Reiterei und etwas Fußvolk nach Guitenberg kam, stellte er zurWache zwei Reiter am St. Catharinenbrunnen bei der bündnerischenGrenze auf. Einer von ihnen überschritt dieselbe. Nun traf es sichzufällig, daß Theodor Enderlin, Wirth am St. Luziensteige, ebenfallsan der Grenze auf seine Tochter wartete, welche nach Balzers hinab-gegangen war, um Brod einzukaufen. Der Wachposten wandte seinenSchritt gegen ihn und Enderlin, der ebenfalls beritten war und alsunerschrockener Mann ihm nicht weichen wollte, jagte ihn zurück. Diehiebe! gelösten Flintenschüsse wurden zu Balzers gehört und nuneilten sofort noch einige andere Reiter herbei, welche ebenfalls unsereGränze überschritten. Die gleiche Ursache brachte auch einige Maien-fclder auf die Beine und an den nämlichen Plaz. Brion rief seinFußvolk aus dem Schloß Guttenberg herbei, das nun den Abhang desEllernberges hinaufkletterte, um die Bündner abzuschneiden. Aucheinige wenige Prättigauer langten an. Anfangs wollte der ZürcherOberst Steiner seinen Truppen nicht gestatten, uns Hülfe zu bringen,denn er fürchtete, daß sie leicht über die Grenze gehen möchten undsagte, er hätte von seinen Oberen strengen Befehl in dieser Gegend sichlediglich in der Defensive zu verhalten. Bei Anblick des kleinen Häuf-chens Bündner, in welches sich nur hie und da ei» eidgenössischer Frei-williger eingemischt hatte, begannen nunmehr die feindlichen Reitermit großem Ungestüm den Angriff. Hier fand Joh. Luzi Cominot vonMaienfeld, kaum erst von schwerer Krankheit erstanden, auf bünd-uerischem Boden seinen Tod; Christian Haß von Malans wurde ver-wundet. Als endlich die Zürcher bemerkten, wie sowohl die öster-reichische Reiterei als das Fußvolk die Grenzmarken des bündnerischenGebiets weit schon überschritten hatten, eilten sie ebenfalls herbei undschlugen die Feinde mit Verlurst von zwei Pferden und Verwundungzweier Reiter in die Flucht.
Ueber den Brand des Klosters Disentis schrieb der Abt wie folgt:
Als ich am 13. Mai den Rath zu Disentis zu einem Mahle geladen
3" Gemeinlich der FlLscherberg genannt.