266
Unruhige Auftritte in der Herrschaft Maieufeld.
1621. in Frage zu stellen. Als die Bündner dieß bemerkten, stimmten sienoch einmal ab und nahmen nun die Artikel einhellig an, vermochtenaber damit keineswegs mehr die Erecution des Tractats zu erwirken.
Inzwischen machte die spanische Besazung zu Riva di Mezzola täg-liche Streifzüge nach Sammolico und Malaguarda, wo sie das armeVolk auf jede Weise quälte. Von der bündnerischen Besazung zuCläven zog deßhalb am 20. Mai eine Abtheilung auf Malaguarda zuund überfiel einen Haufen Spanier, von welchen vier Mann (es warenItaliener) getvdet und die übrigen in die Flucht gejagt wurden. AmMontag, den 31. Mai, wurden zwei Puschlaver, Thomas Gaudenz,genannt Calaber und Johann Magdalena, an einen Ort gesandt, derden Namen al Stavcl führt, um das feindliche Lager auszukundschaften.Sie hatten aber das Mißgeschick auf eine Abtheilung der Feinde zustoßen und Magdalena wurde durch einen Flintenschuß getödet.
Auch in der Herrschaft Maienfeld, wo das Volk der zehn Gerichtenoch unter den Waffen sich befand, hatten einige unruhige Auftrittestatt. Jenes hielt den Joh. Rudolf Gugelberg v. Moos von Malansund später auch den Andreas Enderlin, Landvogt zu Maieufeld, ge-fangen. Ersterem warf man vor, daß, während Zürcher und Bündnerim grauen Bunde sich befanden, er nach Feldkirch uud Hohenems ge-ritten sei und öffentlich gesagt hätte, wenn Jemand die Bünde über-fallen wolle, so solle er jezt kommen, wo Niemand in der HerrschaftMaieufeld sich befinde. Die dießfalls produzirten Zeugen wußten nurvom Hörensagen zu berichten. Enderlin war angeklagt, er hätte einige»Jeniusern gedroht, er werde dafür sorgen, daß ihr Dorf in Brand ge-steckt würde. Er wolle sechstausend österreichische Lanzknechte herbei-rufen und mit ihrer Hülfe die Zürcher vertreiben, über welche er sichmannigfach beschwerte. Aber auch hier waren die Zeugenaussagennicht in der Ordnung uud Enderlin stellte seine Behauptung fortwäh-rend in Abrede. Dessenungeachtet constituirte man ein Strafgericht.
los tlanlons LiUlioligucs, tjui estoien! slors kiliicr dv illilan, >,our ONI->,ödier gu' ils ne bailinssent ceUe prvmesse, rlo sorto gno I exocidioncl« co trnotd do illndrid tut entivronient diudoe par leur rol'ns et losblspiiAnols oominoncerent a donner lo clmnAo jinr divers untres pro-fets d'nccomodomont <i>d ils prosivsercnt >1« tous onstc/. pour in rosti-tution de la Vslteline." Daß Frankreich von diesen Machinationenebenfalls nicht frei war. sagt de Vancienues freilich nicht. Sieln diefolgende Note.