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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Verhandlungen zu Jmst.

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unser den österreichischen Commissarien gegenüber so oft geäußerte 1621.Wunsch einer Unterredung endlich erfüllt und wir Dienstags den 19.19.Oct.October zur Audienz zugelassen. Wir drangen auf freundschaftlicheErledigung der Sache und Verlängerung des Waffenstillstandes. Jenemeinten ganz aufgeräumt, sie würden uns in Bälde ein ganz anderesSchreiben vor Augen legen; über den Waffenstillstand hätten sie keineAufträge und wir ebenso wenig darüber eine Antwort erhalten. Diesesollte übrigens, wie es hieß, vom Kriegsrath in Zuz allerdings abge-faßt und an Baldiron in's Münsterthal geschickt worden sein, der sichaber darüber ganz unwissend stellte. Freitags den 22. October ein-22.Oct.pfingen wir dann ein scharfes, zwölf Folioseiten langes und in pedan-tischem Stile (der Verfasser war Schulmeister gewesen) abgefaßtesSchreiben, in welchem Lintner durch eine Menge falscher Säze nachzu-weisen suchte, daß die Bündner die Erbeinigung verlezt hätten. Leztlichverlangten sie eine kathegorischc, entweder bejahende oder verneinendeErklärung auf alle ihre Begehren. Und zwar sollte» Neligionssachenanlangend, im Engadin und in den acht Gerichten, (in welchen Geben-den ihnen absolute Herrschaftsrechte eingeräumt werden müssen, neß-halb die Bewohner den» auch alle und jede Bündnisse, welcher Nctursie auch wären, abzuschwören hätten) vor Allem aus sämmtliche Prä-dikanten ausgewiesen werden. Dann wiederholten sie alle früherenForderungen nunmehr in rauher, herrischer Rede. Samstags den 23.23.Oct.October hatten wir wieder eine Zusammenkunft mit ihnen und sieltendas Gesuch, daß sie mit uns auf einem milderen, nämlich dem durch dieErbeinigung vorgeschriebenen Rechtswege, verfahren möchten; wirfügten hinzu, wir würden bezüglich des Klosters Curwalden und allesdessen, wodurch der allgemeinen Freiheit kein Eintrag geschehe, cinc siegänzlich zufrieden stellende Antwort geben, nur möchte man uns die Zeitlassen, über die einzelnen Punkte an unsere Ober» zu berichten. Lezt-lich verlangten wir eine Abschrift der neuen, in der Antwort au'ge-sührten Rechte ^ und die Verlängerung des Waffenstillstandes. Sieerwiederten hierauf, wir möchten unser Begehren schriftlich einreichen.

Wir schlugen deßhalb, immerhin unter Ratisicationsvorbehalt unsererObern Folgendes vor: Erstlich möchte der ganze Anstand auf die in

12 Die Stelle ist etwas unklar. Wahrscheinlich sind unter diesenRechten die eben erwähnten von Oesterreich angesprochene» „absolutenHerrschaftsrechte" auf das Engadin und die acht Gerichte, verstanden.