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Schluß der Verhandlungen zu Jnist.
162l. der Erbeinigung vorgeschriebene Art und Weise entschieden werden.Die Rechte, welche der durchlauchtigste Erzherzog auf das SchloßNäzüns, das Unterengadin und die acht Gerichte besäße, solltenunverlezt bleiben. Gegen die Eindringlinge in das Schloß Näzünsversprachen wir strenge Ahndung. Wir willigten auch dazu, daß dieSamnauner im Engadin den Fließern auf tirolischcm Gebiet für denbehaupteten Schaden eine gewisse Summe, wie solche von den Schieds-richtern für gut befunden würde, bezahlen sollten. Ebenso »ahmenwir den Artikel au, wonach das Kloster Eurwaldcn mit allem kirch-lichen Zubehör wieder hergestellt werden sollte. Jedoch baten wir, esmöchte, da die Pfarrei daselbst, sowie die Mehrzahl der Einwohnerevangelisch sei, für die Unterhaltung des protestantischen Predigersetwas beigetragen werden. Wir kamen dann nochmals auf die Erb-einigung zurück und unseren Wunsch, dieselbe beobachtet zu sehen.
25.Oct. Montags den 25. Oktober nahmen sie in ihrer schriftlichen Ant-wort Alles z» ihren Gunsten lautende an und vcrwabrte» sich dagegen,daß wir dafür noch die Ratifikation unserer Obern vorbehielten. DieRechte Oesterreichs seien so klar, daß sie weder eines richterlichen Ent-scheides noch einer Ratisication bedürften. Uebrigens stehe unsererAbreise nichts im Wege und Seine Durchlaucht hätte die Mittel i»Händen, seinen Rechten Geltung zu verschaffen. Als wir dann Mitt-
27,Oct. wochs den 27. Octobcr »och um Verlängerung des Waffenstillstandeseinkamen, antworteten sie, sie wären hierüber ohne Vollmacht undauch vom Erzherzog bereits nach Innsbruck berufen.
28.Oct. So reisten wir denn am Donnerstag den 28. Ociober mir einemGeleitsbriefe wohl versehen, über den Ferner in der Richtung nachLindau ab. Schon Dienstags und Mittwochs zuvor hatten die Ocstcr-rcicher einen Angriff auf das Unterengadin und Prättigau ausgeführt.Am dritten November langten wir in Enr an und statteten am fünftendes nämlichen Monats einen kurzen Bericht über unsere Gesandtschafts--reise ab. Während wir noch zu Jmst waren, hatten die Oesterrcichcr,um die Prättigauer so sorglos als möglich zu machen, den Muntafu-uern erlaubt, ihnen Salz (dessen Einfuhr von außen die Bünde nichtentbehren können) zu verkaufen. Joh. Rud. Kurz, UnterlanLvogtzu Plndenz, hatte von Landammann Barth. Caspar zu Klosters, einen
'-i Die lezte Unterredung theilt v. Juvalt T. 72 n. 73 im deutschenOriginal mit. Die Bnndner mußten bittere Wahrheiten hören.