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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Einfall Brion's über das Schlapiner Joch.

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Ochsen im Tausche gegen Salz genommen und noch Sonntags am 1621.s 24. October, wo die Auswechselung geschah, beste Freund und Nachbar-^ schaft zugesagt. Und als die Klosterser Tags drauf, den 25. October,is um ihr Berghen einzuheimsen, den Weg durch das SchlapinerthalH ausbesserten, erleichterten sie dadurch der feindlichen Reiterei den Ueber-^ gang; denn wäre diese Ausbesserung nicht vorausgegangen, nimmer-^ mehr hätte dieselbe spater durch jenes Thal entweichen können.

Dienstags den 26. October kamen Brion mit seiner Reiterei, Joh. 26.Oct.!n Ballion mit seiner Compagnie, zu der auch Ciurletto und Kaiser etwas's auserlesene Mannschaft gesandt hatten; Hauptmann Daniel Krenzingervon Feldkirch, Joh. Rudolf Kurz und Hanptmann Berthold (dieseh' Beiden hatten den Befehl über die Mnntafuner) zusammen mit unge-fähr fünfzehnhundert Mann Fußvolk Nachts auf das Schlapinerjoch.

Die Klosterser hatten blos vier Späher in's Thal geschickt, welchel durch den Schnee und die Kälte abgeschreckt, nicht auf den eigentlichenPaß gekommen waren, sondern unterhalb desselben in den benachbartenStällen übernachtet hatten.

Als sie dann am folgenden Tage, Mittwochs den 27. October, 27.Oct.^ auf die Höhe wollten, begegneten sie schon der Mannschaft Erions.

Dieser ließ Curti und Berthold mit den Muntafunern zur Hat desBerges zurück und rückte mit Ballio», Krenzinger und achthundertauserlesenen Reitern und Fußsoldaten in das Prättiganerthcl zumKloster St. Jacob hinab. Kaum eine Viertelstunde vorher waren dieBewohner durch ihre Kundschafter hievou benachrichtigt worden undals sie jezt z» den Waffen griffen, stürzten die Feinde auch schon mitunwiderstehlicher Gewalt in's Dorf und hieben Alles nieder wasihnen begegnete, Männer, Weiber und Kinder. Die Klosterser, welchesich zu sammeln vermochten, denn die Häuser liegen sehr zerstreut, er-gaben eine sehr geringe Zahl, welche sich hinter die Lanquart zurück-, zog und dort die durch Eilboten zur Hülfe gemahnten, benachbarten' Davoser, sowie die übrigen Prättigauer erwartete. Siebenundzwanzigder Unsrigen, jedoch meist abgelebte Greise, Weiber oder Kinder warenvom Feinde getötet oder verbrannt worden. Erst als einige Davoserin Eile anlangten, begannen die Klosterser wieder frischen Muth zuschöpfen. Der Oestcrreicher aber, welche die Davoser sahen und gleich-zeitig bemerkten, wie sie ihre Richtung auf die Höhen nahmen, — wel cheferner im nämlichen Augenblicke von Saas her auf der andern SeiteTrommelwirbel vernahmen, bemächtigte sich die Furcht, ^abgeschnitten