Angriff auf das Unterengadin.
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trug) »nd Rudolf Planta das Engadin mit achttausend Mann zu 1621.übcr-allen. Unter seinem Befehle standen außer der eigenen Com-pagnie auch die des Hieronymus August zum Jungen, der vierhundertSchwarzwälder führte; dann diejenigen von Christof Prat und Boni-fazius Berthold, Trientiner, von Joseph Ciurletto und Johann Keyscr,endlich von Joh. Jac. Steiger, einem Eidgenossen, welcher ein FähnleinFreiwilliger unter sich hatte. Julius Cäsar Kesch besaß den Grad einesMajors. Aus der Grafschaft Tirol nahmen an diesem Zuge die fünfersten Hanptleute der verschiedenen Viertel Theil; jeder hatte tausendMann auserlesener Truppen unter seinem Besehl. Maximilian Heultführte die Vinstganer; Jacob Christof, Freiherr von Fuchs die vomuntern Etschthale; v. Bendt (der übrigens einen Ander» an seinerStelle sandte) die vom obern, Christof Jacob v. Lichtenstein die vomuntern Jnntbal; Lazarus, Freiherr v. Spaur die Sterzinger; Veld-ner, Unterpfleger des Schlosses Ehrenberg endlich sechshundert Ehren-bcrger und Lechthaler. Auch die bündncrischen Münsterthaler, Oester-reich zu gehorchen genöthigt, mußten, mit ihrer Compagnie, derenHauptman» Jac. Catock war, gegen das Unterengadin ziehen. DiesenFußtruppe» waren siebenundscchzig Reiter, die Trabanten des Erz-herzogs Leopold, unter Hauptmann Joh. Ludwig Felsch (der jedochdamals nicht anwesend war) beigeordnet. Baldiron hatte auch einigeDragoner (es sind dieses berittene Musquetiere) bei sich.
Dienstags den 26. Octobcr griff Hieronymus August zum Jungen 26.Oct.mit seinem Haufen und einigen dazu gezogenen Tiroler», die Enga-diner an der St. Martinsbrücke an, wurde jedoch mit Verlurst vonzwei Todten und einiger Verwundeten zurückgeschlagen, worauf er sichnach Nauders zurückzog. Der Angriff erneuerte sich in den folgendenTagen, war jedoch auf dieser Seite stets ohne Erfolg und ein einzigerEngadiner erhielt dabei eine Verlezung am Arme. Die Feinde wandte»sich nun zum Samnaunerthale, drangen in dasselbe ein und jodeteneinige Einwohner. Auch steckten sie das erste Dorf Chiampatsch inBrand und plünderten Alles. Zwei Compagnien, welche über denFulderaberg nach Zernez hin einbrechen wollten, wurden daselbst vonden Engadinern zurückgeworfen. Am nämlichen Dienstage aber drangBaldiron unter Zersprengung der Engadiner Wachen mit seiner ge-summten Macht durch das Scarlthal in das Engadin ein und versuchteim nämlichen Anlaufe auch über den Jnn zu sezen, was jedoch ver-geblich war. Während des folgenden Mittwochs und Donnerstags