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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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304 Zug des Herzogs von Feria auf Cläven.

1621. nach Riva di Mezzola gekommen. Einzelne landeten a.uch zu Samolicound brachten daselbst den Baptist« Triacha um, ein en Evangelischenvon Mese. Der zu Riva gelandete Kriegshaufe war aus verschiedenenRegimentern zusammengesezt worden, — zum größeren Theile jedochaus denjenigen Johann Bravo's und Don Ludwigs de Corduba.Ferner nahmen am Zuge Theil sieben Compagnien D on Roderichs Pi-mentelli, ebenfalls sieben aus dem ficilianischen Regiment, dann einigeaus demjenigen des Freiherr» v. Wattenwil, Johanm's Medieis, desGrafen Joh. Serbellone, und ein guter Theil des neapolitanischenRegiments Camill's v. Mont. Das Fußvolk betrug im Ganzensiebentausend Mann. Ihnen schlössen sich zwei Reiterschwadronenaus der Leibwache des Herzogs von Feria, dann eiinige von MichaelASpurz und David O'Neal an. Auch wäre» viele edle Spanier an-wesend, sowie einige Vasallen des Herzogthums Mailland, nämlich derMarquis v. Caravazzi, Philipp Spinola, der Fürst von Asolo, derMarquis von Val Fontana, Don Ferdinand de Guewarra, BarnabasBarbö, Commissarius des Herzogthums Mailand, die KriegsführerSfodrato und Gallio, nnd endlich die Grafen Gallleotto, Balbiani,Belgiojoso, Francesco Bernardino Mariano und viele Andere. End-lich fehlten auch nicht Jacob Robustell und einige andere LeltlinerAufrührer, die beiden Brüder Joh. Antonio und Jc>h. Bapt. Buttin-trochi und Alops Franck von Plurs.

2ö.Oct. Am nämlichen Freitage kamen einige Reiter bis Pizio gir Aus-forschung der Gegend. Zu Cläven befand sich Oberst Bapt. o. Salismit dreihundert Brcgellern und Hanptmann Ulysses w. Salis nit kaumhundert Mann. Dazu kamen noch einige Freiwilliige aus der Graf->schaft Cläven und mehrere Veltliner Evangelische. Die Rhänwalderund Schamser, wie auch Andere, waren dringend unn Zuzug ,bei Tagund bei Nacht" " gebeten worden, nahmen aber Sowge vor dm bünd-nerischen Bandirten und dem zu Bellenz liegenden fümförtischer Kriegs-hausen als Verwand um wegzubleiben. Auch die Obwrhalbsteuer hatteman öfters gemahnt, doch regten sie keinen Finger.

Inzwischen suchten die beiden Salis, so gut sie ces vermocsten, denFeinden den Paß zu versperren und namentlich legtce Ulysses v. Salisauf der Landstraße einen Verhau von Bäumen am. Samiags den

^ Diese Redensart erscheint häufig in den Berich,ten der Hauptleutejener Zeit an die drei Häupter. Im Original „üiu noctugua"