Waffenstillstand init ihm.
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Gottshausgerichte schrieben auch an den Herzog von Feria um 1621.Waffenstillstand. Als die Boten des Zehngerichtenlbundes sich vonallen Andern verlassen sahen, wandten sie sich ebenfalls an den Herzognach Mailand, mit dem Erbieien billige Friedensbedingungen nichtzurückweisen zu wollen. Derselbe bewilligte hieraus den beiden Bündenden Waffenstillstand und verlangte, daß sie Gesandten abordnen soll-ten, — den zehn Gerichten antwortete er aber, er müsse vorerst nochden Erzherzog Leopold darüber in Kenntniß sezen. Als dieß CarlStredel im Engadin erfuhr, gerieth er in keine geringe Wuth undrief: „Die acht Gerichte werden keine weitere Bündnisse schließen,weder mit dem Hause Oesterreich, noch mit Jemand Anderm, denn siesind abhängige Unterthanen."
Die Oberengadiner und Bergüner hatten an Baldiron und Stre-del, welche zu Schuls lagerten, ebenfalls ihre Boten über Abschluß desFriedens gesandt, als diese aber nicht sofort zu Allem ihre Beistimnunggeben wollten, rief Baldiron seine Trompeter zusammen, damit siezum Aufbruch ins Oberengadiu bliesen. Mittwochs den 3. Novenberließen sich Jene dann zu folgenden Punkten herbei:
1) Die Waffen werden niedergelegt und ausgeliefert. Es schließendie Bergüner die ihrigen in die Kirche, die Oberengadiner cberbringen sie nach Zernez. Einzig den Edelleuten bleibt es ge-stattet, eine Wehr zu tragen.
2) Die Oberengadiner werden fürder weder mit den Unterenza-dinern noch mit den acht Gerichten Bündnisse unterhalten undihnen auch keine Hülfe leisten, sondern gegentheils die Oeser-reicher mittelst Durchpaß und jede andere Weise möglichstunterftüze», um Jene zum Gehorsam zurückzuführen.
Als Sicherheit für die Einhaltung beider Punkte mußien sieGeiseln stellen.
Den Boten derselben wies Baldiron seine Jnstruction vor undBalth.
Plant« von Zuz brachte sie nach Cur vor den Bundstag. Sie lanietedahin, es habe der Erzherzog Leopold in Erwägung des Ungehorsams,der Räubereien und andern Frevel, deren die Unterengadiner unterValtasna und die acht Gerichte im Prättigau sich schuldig gemachthätten, und die von Unterthanen nicht geduldet werden könnten, demAlohs Baldiron und Carl Stredel, seinen Räthen, den Auftrag ge-geben, nach dem Schlosse Tarasp zu gehen und die Engadiner zumschuldigen Gehorsam zurückzuführen. Zu dem gleichen Ende habe