Unterhandlungen mit Baldiron.
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1621. Erhard Brion auf Schloß Castels sich zu begeben. Mit dem übrigenTheile der Einwohner des obern Hohenrätiens ^ wünsche er, falls esnur nicht mit den Aufrührern gemeinschaftliche Sache mache, die Erb-einigung zu beobachten und sie in keiner Weise zu drücken. DatumInnsbruck den 20. Octobcr 1621.
Nach Einsicht des eben Angeführten und auf die Versicherung hin,daß der Zug Oesterreichs lediglich den Zweck habe, seine aufrührerischenUnterthanen sich zu unterwerfen, ergriffen die Meisten, den Eugadinernund Prättigauern an sich schon weniger hold, die Gelegenheit, öffent-lich von ihnen sich loszusagen. Die Stadt Cnr sandte am 6. No-vember den Doctor Zach. Beli und Joh. Bnrganer, andere Gerichteebenso ihre Deputirten nach Zcrne; in's Engadi» zu Baldiron, Strebetund Rudolf Planta ab.
Als die Davoser den Feind sich immer näher rücken sahen unddas Kriegsvolk einiger Gemeinden aus den acht Gerichten, welchesbei ihnen lag, nach und »ach sich verlief, sandten sie zuerst AndreasSprecher in's Engadin, um unter der Hand bei Planta zu erfahren,ob irgend welche erträgliche FricdenSbedingnngen erhältlich wären.Er brachte die Antwort, in Ansehung der Religion hätten sie keineAufträge und ihre Ausübung würde nicht beschränkt, — auch werdeden Privilegien und Vorrechten der Davoser kein Eintrag geschehen,indem man nur den Dnrchpaß und die Niedcrlegung der Waffen ver-lange. Auf dieß hin schickten auch andere Gemeinden der acht GerichteBoten in's Engadi» und die zu Cnr versammelten Deputirten desZehngcrichtenbundcs thaten das Nämliche in den Personen meinesBrnders, des Commissarins Andreas Sprecher älter, und des Haupt-mann Dietege» v. Hartmannis und bewogen noch überdieß die beidenandern Bünde den Landammann Barthol. Cazin und LandammannLaurenz Wiezel, als Mittelspersonen mitznsenden.
. Nov. Freitags den 5. November traten Salomon Hirzcl und HeinrichBrcm, die Gesandte» der Stadt Zürich, vor den bündncrischen Bnnds-tag, beklagten das schwere, ungerechte Loos, welches das Land betroffenhätte, ermähnten dasselbe zur Tapferkeit und Eintracht und fügtenhinzu, das Zürcher Regiment würde, sofern die Bündner nur ein-trächtig ihre Kräfte mit demselben vereinigen wollten, auch ferner imLande bleiben und es nach Kräften zu vertheidigen suchen. Die weni-
21 Superioris innipinsv kiSliae. Original.