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Baldiron geht in das Engadin,
1621. zu öffentlichen Arbeiten verurtheilt, einige auch getödet, unter ihnenChrist. Simon Ruotsch aus dem Prättigau an einem Baume erhängt.Den Hauptmann Jacob Ruinella verhaftete man im Laufe des folgen-den Monats Januar im Breisgau, führte ihn nach Feldkirch undspäter nach Innsbruck, bis er endlich im Monat Juli gegen Joh. Jac.Colonna, Freiherr v. Fels, ausgewechselt wurde, der am 24. Aprilim Prättigau gefangen genommen worden war. Auch später nochwußten viele Prättigauer, der österreichischen Soldatentyranueimüde, über die Kämme des Gebirges (die Pässe selbst wurden sämmt-lich von den Oesterreichern bewacht, damit Niemand ohne ihre Er-laubniß die Bünde verlasse) zu entweichen, worauf sie unter denHauptlenten Wolfgang v. Juvalt, Joh. Fausch und Tobias Finerbei dem Markgraf Joh. Friedrich von Baden in Kriegsdienste traten.
Während Baldiron mit seinem Heere zu Cur lag, beschlossenBischof und Capitel daselbst, welche den Zeitpunkt zur Erlangungverschiedener Vortheile für günstig erachteten, dis Tusner, Heinzen-berger sowie die Einwohner von Tschappina, zum Gehorsam zurück-zuführen, und brachten sie auch durch Vermittlung des DomprobstesJoh. Zoller und des Hofmeisters Joh. Paul Beli, welche diese Ange-legenheit besorgten, dahin, daß Jene Treue schwuren, und noch vieleneue Rechte zu Gunsten des Bisthums anerkannten.
Nach zehn Tagen verließ Baldiron die Stadt Cur, in welcher erCinrletti und Kaiser mit siebenhundert Mann zurückließ. Zu Maien-feld bl>eb Brion, zu Malans die Compagnie Krenzinger, welche späterauf Hauptmann Gabriel Kleinhans überging; zu Jenins die Ehren-berger; im Schierser Gericht Ballion mit seinen Salzburgern; imGericht Castels Hauptmann Joh. Carl Reitner mit der LandeckerCompagnie; zu Küblis endlich, im Prättigauer Gericht Klosters,Bonifazius Bertholt». Die Leibwache des Erzherzogs ging in's Elsaßab und Baldiron mit dem Rest des Heeres in's Engadin zurück. Ver-schiedene Fähnlein Tiroler wurden verabschiedet.
Als Baldiron und Planta nach Bergün kamen, ließen ne dasVolk aus dem Grunde, weil es den Unterengadinern zu Hülfe geeiltwar, vor das Dorf berufen und zwangen es zu dem Eidschwur, nie-mals gegen das Haus Oesterreich die Waffen wieder zu erheben, mitNiemand Anderem Bündnisse zu schließen und seine Obrigkeit ohne
^ Biete Züge derselbe» sind bei Anhörn i>I. 1l9 nachzuicsee.