Verhandlungen zu Mailand.
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Erlaubniß des Erzherzogs weder neu bestellen noch theilweise ändern 1621.zu wollen. Einen ähnlichen Eidschwur mußten wider ihren Willendie Oberengadiner und Puschlaoer durch ihre Abgesandten leisten.Während die Bergtiner auf der Wiese huldigten, schalteten die Sol-daten im Dorfe nach ihrem Belieben. Vier Rudolf Planta mißfälligeBergüner wurden von ihnen in's Engadin geschleppt und erst gegenZahlung eines Lösegeldes wieder freigelassen. Als das Heer über denAlbulapaß zog, wären Baldiron und Planta um ein Haar unter eineLavine gerathen. Acht Gemeine fanden hier ihren Tod. Zu Zuh, imobern Engadin, wurde die Compagnie des Hieronymus August zumJungen zurückgelassen. Planta blieb in Zernez; Baldiron aber eiltenach Schuls, wo seine Gattin geblieben, und übergab die dortigeKirche den Kapuzinermönchen. Bald darauf kamen als österreichischeCommissäre Doctor Mathias Burglehner, Ferdinand Fueger undDoctor N. Bernhard dahin, welche alle Abwesenden und Flüchilingevorluden und ihre Güter mit Beschlag belegten. Als Vasall undLehensträger des Erzherzogs schrieb Planta dem Unterengadin bereitsGeseze vor. Sämmtliche Prediger wurden ihres Amtes enthoben undzwei von ihnen, Andr. Stupan von Ardez, der übrigens stets Plenta'sParthie genommen hatte und Johannes Bischofs von Samnaun, ge-^ fangen nach Zuz geführt, wo man sie spät erst aus dem Gefängniß? wieder entließ. Julius Cäsar Kesch wies zur Erbauung einer Besteeine Stelle bei Pontalt an und es wurden die Unterengadiner ge-zwungen, hier tägliche Drohnen zu leisten. Auch Ballion licß die> Prättigauer beim Schlosse Fragstein Schanzen auswerfen, bos Um diese Zeit sandten sowohl die beiden Bünde, der obere undö der des Gottshauses sammt der Herrschaft Maienfeld als auch der§ Bischof von Cur (dieser wollte bei Abschluß von Bündnissen bereits8 als erstes Glied sich betrachtet wissen, weßhalb sein Vicar Joh. ZollerI und Hofmeister" Joh. Paul Beli, denn auch den Rathsversamm-I lunggen der beiden Bünde beiwohnten) Gesandte nach Mailand, umI mit dem Herzog von Feria zu unterhandeln. Ebendahin kamen auch« die Boten der Eidgenossen, um sich für die Bünde zu verwenden und» die Niederlegung der Waffen, sowie die Rückgabe der besezien Gebiets-
Bei der Rheinbrücke wurden gegen die Eidgenossen ebenfalls Wällegezogen. Znsaz des Vers.
iVulae praelootus.