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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Welche den Aufstand zur Folge haben.

1622 . man beabsichtigte an die Truppen Hand zu legen, welche ihr Lagerin der Nähe der Kirche hatten. Baldiron beauftragte den Gerichte-schreiber, die Namen derjenigen, welche den Gottesdienst besuchenwürden, sich sorgsam zn merken, doch war ihm durchaus nicht woblzu Muthe und er fuchtele, auch die Eurer Bürger mochten gegen dieSeinigen etwas im Schilde führen. Zudem ging das Gerücht, einigejunge Burschen hätten, jedoch ohne Vorwijsen ihrer Obrigkeit, Prügelgerüstet, um den Truppen nach Prättiganer Weise aufzuwarten. DaJene indessen wegen Baldirons Rückkehr in das Thal und »uumerigerGegenwart glaubten, die Bevölkerung hätte auf ihr Vorhaben ver-zichtet, unterblieb dieser Versuch. Die vom Klostcrser Gericht meinten,Baldiron würde auch nach Küblis, zn iknen, kommen und hattenbereits die Znrüstungen zn einem Nachtessen für ihn getroffen. Imganzen Prättigau war man überein gekommen, um Mitternacht sämmt-liche Oesterreicher sammt Baldiron niederzumezeln. Gegen den Willenihrer Obern, waren auch die Davoscr, vierzig Man» stark, an dieKlosterser Grenze gerückt und sogar einige Schanfiggcr langten überdas nächste Bergjoch zu Contcrs im Prättigau an. Und obschon mitAusnahme weniger verborgen gebliebener Waffen, ihnen alle klebrigenabgenommen worden waren, hatten sie nch doch eine andere Wehr zuverschaffen gewußt, denn im Walde hieb sich Jeder einen zehn Schuhlangen Prügel, den Einige mit Nägeln spickten, während Anderewieder Aerte, Messer oder was sich Waffenartiges vorfand, daran be-festigten. Immerhin aber vermochten es die Prattigaucr nicht ihrVorhabe» so heimlich und versteckt zu halten, daß nicht Las Gerüchtdavon auch zn den österreichischen Soldaten gelangte, von welchenzwei, einer Namens Burstli und ein Anderer, Peter Schelli, welcherLezterer eine Frau zu Sans im Prättigau heimgeführt hatte, Mit-wisser des Anschlags waren. Sie hatten deßbalb als Erkennungs-zeichen ein Stückchen weißes Linnen an ihre Hüte befestigt und warenmit wenigen Andern Freitag Nachts nach Saas gekommen. Die dor-tige Bevölkerung, welche der häufigen Räubereien der Truppen wegenvon Seite der Hauptleute die Erlaubniß sich verschafft hatte, desNachts Wachen, die jedoch »»bewehrt sein mußten, auszustellen, standheute theilweise in Waffen. Burstli sagte ihnen, er wisse »m denganzen Plan und sei bereit, wenn sie cS wollten, mit einigen seinerWaffcnbrüder die Gefahr mit ihnen zu theilen. Die Saascr wagtenes zwar nicht, ihm volles Vertrauen zu schenken behandelten ilni aber