Die Prättigauer vor Maienfeld.
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s heit des PapM geregelt werden. Was die zwischen dem Erzherzog 1622^ und den Bündnern stattgehabten Verhandlungen anlangt, so wirdE Ihre katholische Majestät die Mittel zur Herstellung der Ruhe aus-s findig zu machm suchen und die spanische Angelegenheit derjenigen desS Erzherzogs in teiner Weise hinderlich sein, so und in dem Sinne nämlich,
? daß der Tratten über das Veltlin, Cläven und Worms und derjenige
k mit dem Erzheizog als zwei ganz geänderte und von einander unab-^ hängige Geschäfte behandelt werden sollen. Don Balth. Zuniga ver-^ sprach im Weckern Namens Ihrer katholischen Majestät, daß wenn Erz-herzog Leopold die Grenzen der Gerechtigkeit und Billigkeit überschreitensollte, er von Spanien weder Hülfe noch Gunst zu erwarte» hätte. Ander-seits aber erklärte der französische Gesandte, daß wenn die Bünde diesePunkte nicht beobachten sollten, sie von dem Könige nicht nur keineUnterstüznng zu gewärtigen hätten, sondern derselbe gegentheils seineBeihülfe gegen sie leisten würde. Dieser Tractat sollte innert einemhalben Jahre von jedem der beiden Könige seine Ratifikation erhalten.
Doch kehren wir zu den Prättigauern zurück. Ohne Unterlaß. wurden sowohl von ihnen als den bündnerischen Flüchtlingen die Eid-^ genossen um Hülfe angegangen. Zuerst fanden einige Privatpersonenl dadurch zum Mitleid sich bewogen und trugen etwas bei. Dann' steuerten, weil die drei Bünde bereits wieder vereint waren, auch dieevangelischen Städte in verschiedene» Raten eine größere Geldsummezusammen, jedoch mit dem ausdrücklichen Vorbehalte, daß dieselbe mirzur Vertheidigung des Vaterlandes und zu keinem ander» Zwecke ver-wendet würde. Der Freiherr Rudolf v. SaliS, Johann und JohannPeter Guler, des Obersten Johann Guler Söhne, verließen mit Joh.Ardüser ^ von Davos, einem erfahrnen Maschinisten und Baumeister' bei Errichtung von festen Werken, die Stadt Zürich und langtenSonnabends den 30. April in der Herrschaft Maienfeld und demLager daselbst an. Ihre Ankunft ließ die Prättigauer frische» Mmh/ schöpfen. Der Architect blieb zwar nur acht Tage im Lager und wurdes darauf von der Stadt Zürich, in deren Diensten er stand, wieder zurücks berufen. Doch zeichnete er die Wälle an der Molinära zwischen Zizers
15 Geboren im Jahre 1584 zu Parpan, Sohn des Chronisten gleichenNamens. Er selbst ist der Verfasser mehrerer Werke über den Festnngs-bau. Näheres über ihn gibt Freiherr Rudolf v. Salis.-Haldenstein inseiner liätin littorsrin III. 42. Msc.