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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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358
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358 Mißlungener span. Versuch die Reichenauer Brücke zu best; en.

1622. Waffen niederlegen noch das Lager verlassen, wenn sie auch iiuimerhinihren höchsten Wunsch »ach dem Frieden kund gaben. Die G ewalt-herrschaft der österreichischen Soldaten verabscheuten sie nicht wenigerals den Tod. Sie beklagten sich dann auch über die Eurer, daß diese,obschon mit ihnen gleicher Religion, und dazu noch durch unausl ösbareBnndsgenossenschast verbunden, nch von der herrschenden Tiranneinicht nur nicht zu befreien suchten, sondern sogar die Feldstücke, welchezum Theil auch ihnen, den Prättiganern, gehörten, dem Feinde über-liefert hätten. Hierauf gaben aber die Eurer genugsam zu verstehen,daß sie der Ucberzahl der Truppen halber nicht nach freier Willkürhandeln konnten.

Um die nämliche Zeit hatten Barthol. Planta, Herr zu Räzuns,Martin v. Camenisch und Andere vor, unter Zuzug eines HaufensSpanier und Ocsterreicher die Brücke zu Reichenau zu besezen?o BeimAbzug von Cur drohte Camenisch auch Lamms, seine» Geburtsort,einzuäschern. Als sie aber zur Brücke kamen, hatten die Appenzeller,Tamiuser und Andere dieselbe schon abgebrochen, sich auch bestens ver-schanzt, so daß sie den Angriff der Feinde tapfer aushielten und diese,nnvcrrichtetcr Dinge nach Cur zurückkehren mußten. Baldiron schiendie Besezuug der Herrschaft Haldenstein und des Passes daselbst deß-halb höchst nothwendig, weil er auf diese Weise auch des DorfesUnterem; und der Rheinbrücke sich bemächtigen zu können hoffte, wo-durch dann die Bündncr von jeder Verbindung mit der Eidgenossen-schaft abgeschnitten blieben. Freitags den 13. Mai kam er deßhalb ineigener Person und in Begleitung Camills v. Mont und der Truppennach Masans und brachte verschiedene Kähne und Nachen mit, umüber den Rhein zu sezen. Die Strömung war aber einestheils soheftig und andernthcils wehrte sich die auf der andern Seite desFlusses stehende Mannschaft mit solchem Erfolg, daß, obschon Ver-schiedene gleichzeitig zu landen versuchten, sie dennoch zurückgeschlagen

39 Es waren vierhundert spanische Reiter und viel Fußvolk, welchedann über Klüngels und Lättis nach Maiemeld ziehen und die Stadtentsezen sollte». Anhörn IV. 65.

" „Hanptniann Stephan Tiß, Scheu» und Stoffel Mnndli zagendmit ihre» Volk, nachdem sie den paß zn Haldenstein besezt. in eil derNeichnow zn vnd hatten große zeit. dann der feind war schon anff dembuche! bey der Brnkk." Anhörn a. a. O.