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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Die Feinde rücken an die Moiinära.

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wurden. Derjenige, weicher die Kette hielt, fand seinen Tod; Mehrere 1622.wurden verwundet, und obschon Baldiron mit Worten und Schlägenseine Soldaten anzutreiben sich mühte, mochte Niemand der reißendenh Strömung des Flusses sich anvertrauen. Gegen Abend endlich, nach-x dem er weitere zwei Soldaten verloren hatte, kehrte Baldiron, ohneK sein Ziel erreicht zu haben, nach Cur zurück.

Mittwochs den 18. Mai erbeuteten die Bündncr auf der Weidez!l am Fuße des St. Lnzisteiges zwciundzwanzig Pferde und führten sie8, in's Lager. Freitags den 20. Mai wurden durch einige im Lagerbefindliche Maienfelder wieder Mehrere aufgebracht. Dieser leztereErfolg crmuthigte sie, am nämlichen Tage, noch verschiedene derf Maienfelder Besaznng gehörige, einzuhängen, so daß die Beute jezt aufin dreißig Stücke stieg. Es hatten die Maienfelder zwanzig von ihrenLeuten vorausgcsandt, um die Hirten (es waren dieß österreichischeSoldaten) früh Morgens im Rücken anzugreifen. Diese flohen so-gleich in die Stadt um Hülfe herbeizuholen. Inzwischen lagen aberdie Maienfelder hinter der Stadtmauer im Versteck und empfingen dieaus der Stadt rückenden und in diesen Hinterhalt fallenden Feindemit so wohlgezicltem Feuer, daß diese auf einem andern Wege wiederzurück zu fliehen sich genöthigt sahen. Dann verstärkten sich beideTheile durch Zulauf der Ihrigen und der Kampf wurde frisch aufge-nommen. Die Oesterrcicher sollen znlezt dreiundzwanzig Mann ver-loren haben, obschon sie den Vertuest nur auf sieben angaben. Aufdem Rückzug steckte der Feind drei Häuser und eine Kelter in Brand.

Das Haus des Ritters Vespasian v. Salis, Salenegg, wurde eben-falls angezündet, aber die Bündner löschte» das Feuer wieder und be-fezten dieses in der Nähe der Stadt liegende Gebäude, welches, großund wohlverwahrt, ihnen trefflich zu statten kam, um den Feind inder Stadt auf jegliche Weise zu schädigen.

Donnerstags den 19. Mai waren einige spanische und öster-reichische Reiter auf Kundschaft gegen die Moiinära gezogen, wo dannein leichtes Scharmüzel sich entspann.

Freitags darauf, den 20. Mai, rückten Baldiron und Camill v. 20.MaiMont mit dem ganzen spanisch-österreichischen Heere "*und vier großenFeldstücken in das offene Feld bei der Moiinära. Sie hatten vieleBauern aus der Herrschaft Räzüns und den Gerichten Curwalden und

" Zweitausend Mann. Anhörn.