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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Kapitulation der Stadt.

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Fuß gesezt würden, wofür Bischof und Domherren sich noch besonders 1622verbürgten. Der Freiherr Rudolf v. Salis gab seine Zustimmung,

Guter aber sehr schwer, denn er stand mit den zu St. Antönien aufder Schanze befindlichen Salzburgern bereits in Unterhandlung be-züglich ihrer Uebergabe und Entwaffnung. Sie hatten den Scheinanzunehmen, als wären sie im Treffen unterlegen und er hatte ihnenSold für sechs Monate zugesagt. Auch versprachen sie Geiseln. DieSache wurde aber durch die Langsamkeit des Trompeters, der abund zuging, verzögert, so daß, als dieser mit der annehmenden Ant-wort der Salzburger in Guler's Lager zurückkehrte, Rudolf v. Salisund die Andern den Vorschlag der klebrigen bereits angenommenhatten. Zudem waren zulezt Gerüchte über Ankunft spanischer Truppenin den grauen Bund, in das Puschlav und Engadin laut geworden.

Donnerstags den 16. Juni pactuirte man also dahin, daß

1) Die Oesterreicher und Spanier Freitags den 17. Juni frei undungehindert über Ticfenkastel in der Richtung nach Cläven mitihren Fahnen, Waffen und Gepäck abziehen dürften.

2) Da dem Obcranführer Baldiron freier Abzug gestatte! würde,so seien die Gefangenen zu Innsbruck ebenfalls sogleich auffreien Fuß zu sezen, wofür Bischof und Capitel Kaution zuleisten hätten. Anderseits versprächen die Bündner dem Bischofund Capitel, in Bezug auf Personen und Eigenthum, Schuzund Schirm und die Befugniß frei und ungehindert in denBünden und auf dem bischöflichen Hofe zu wohnen.

3) Beim Abzug hätten sowohl die Bündner sich zu hüten, demabziehenden Feinde, als dieser den Bündnern irgend welchenSchaden, sei er groß oder klein, zu verursachen. Hiefür solltejede Parthei sechs Geiseln stellen.

4) Die Abziehenden seien gehalten alle gemachten Schulden zubezahlen, wogegen ihnen Lebensmittel während der Reise zu-gesagt würden.

5) Endlich sollten die Bündner die beiden Gefangenen, nämlich denFreiherrn v. Fels und den Lieutenant Popp, in Freiheit sezen.

Als Geiseln wünschte Baldiron den Hauptmann Dietegen v. Hart-mannis, der Obersten Rud. v. Salis und Joh. Pet. Guler Schwager(ihrer beiden Frauen Bruder), ferner den Joh. Guler, des OberstenJoh. Pet. Guler's Bruder und Joh. Ant. Pestalozzi, Rudolfs v. SalisVerwandten. Sie sollten ihn bis Cläven geleiten. Als man die