37B Disentis und Lungnez werden zum Bundesanschluß gezwungen.
1K22. Hauptleuke neuerdings für den spanischen Dienst angeworben undgingen unter zwei eidgenössischen Wachtmeistern wieder nach Bellenzab. Vom Herzog von Feria gesandt, kam der spanische HauptmannSebast. Heinrich Cribelli, sein Secretär, nach Disentis und ernanntedort Joachim v. Cabalzar und Joh. Corai zu Hauptleutcn. Schonstieg die Zahl der in DisentiS versammelten Eidgenossen und Italienerauf vierhundert Mann und der Auftrag des spanischen Gesandten fürsie ging dahin, mit den Oberbüudncrn die Reichenauer Brücke zu hüten,deren Paß, wie oben bemerkt, von den Prättigauern besezt war.
Der Oberst Joh. Peter Guler bewachte, als Landvogt der Herr-schaft Maienfeld, mit seiner Compagnie den St. Luziensteig. Stapfer,Steiner und die Maienfelder lagen zu Cur. Stephan Thys undHeinrich v. Hartmannis wurden mit den Ihrigen in die vier Dörferund zur Rheiubrücke^ gesandt, von den Prättigauern aber ein Theilnach Hause entlassen. Der Oberanführer Rudolf v. Salis kam mitseiner Compagnie und denjenigen Schmid's, Bcldi'S, Tschudi's, Wert-müller'S und Schieß (ihrer fünf) Montags den 20. von Cur nachJlanz, von wo sofort an alle Gemeinden des obern Bundes Botenmit der Aufforderung gesandt wurden, dem Bündniß mit Mailandund den durch Furcht und Gewalt aufgedrungenen mailändischen Ka-pitulationen zu entsagen und die alte ewige Verbindung mit den dreiBünden von Neuem zu beschwören. Das geworbene Kriegsvolk unterCribelli und seinen Hauptleutcn machte sich in Folge dessen schleunigdavon. Die Disentiser und Lugnezer aber baten um Gnade und ge-lobten die mailändischen Kapitulationen abzuschwören und künftig beiden drei Bünden treu auszuharren. Sie mußten sechs Geiseln alsSicherheit stellen und für die Unkosten neuntausend Golkgulden sofortbezahlen, welche über den Sold an die Truppen vertheilt wurden.Einige Bündner Dragoner (man hatte zwei Schwadronen geworben,die eine unter Dietegen v. Hartmannis, die andere unter StephanThys) zogen bis Disentis hinauf. Zu Ruis und den benachbartenOrtschaften beschwerten sich die Einwohner bitter über die Raubsuchteiniger Glarner, besonders des Obersten Thomas Schmid, und brach-ten ihre Klage bis an die eidgenössische Tagsazung zu Baden. DerOberanführer Rudolf v. Salis rückte mit Wenigen bis Truns vor,wo man Jacob Jeder zum Landrichter wählte. Ziemlich geheim
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