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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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377
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Die drei Bünde schließen sich wieder eng an einander. 377

In der Nacht des nämlichen Tages, an welchem die Stadt Cur 1622.übergebe» wurde, griffen die Bündner den Ulrich Schneider von Eins,der Baldiron als Kundschafter gedient hatte, in dem Augenblicke auf,wo er aus der Stadt entfliehen wollte und schlugen ihn mit Prügelntodt. Die Salzburger zogen, vierhundertfünfundsechzig Mann stark,durch das untere Thor ab und mußten zu Malans noch den Eid leisten,niemals mehr gegen die drei Bünde und die Eidgenossenschaft, nämlichdie vier evangelischen Städte, Glarns und Appeuzell, die Waffenzu erheben. Meineidig wie die Andern aber boten diese, als sie überden St. Luziensteig nach Fsldkirch gelangten, neuerdings den Oester-reichern ihre Hülfe gegen die Bündner an. Den Verwundeten, dereneine ziemlich bedeutende Anzahl vorhanden war, gestattete man ihreHeilung zu Cur abzuwarten. Die Starke der bei der Belagerung derStadt verwendeten Bündner und ihrer Bundesgenossen überstieg nichtvierzehnhundert Mann.

Ritter Joh. Bapt. Pecchio war mit einem Theile seines Regimentsund ebenso Jacob Robustell Landshauptmann der Veltliner Rebellen,mit einigen Compagnien, bis nach Puschlav gelangt. Andererseitsrückte Graf Serbelloni mit der größeren Hälfte seiner Truppen undetwas Reiterei nach Zuz in das obere Engadin. Zu Cläven vertratseine Stelle inzwischen Hauptmann Job. Anton Carosio und schonwaren sieben Compagnien Spanier unter Quiroga, Major Joh.Bravo's dort eingezogen. Als sie aber die Nachricht erhielten, daß Curübergeben worden, gingen Pecchio und Robustell in's Veltlin zurück,wohin auch Camill v. Mont mit den Seinigen kam. Serbelloni kehrtenach Cläven zurück, das bald darauf von den Spaniern ganz ge-räumt wurde.

Zu Cur, wo die Bürger an die Prättiganer sich angeschlossenhatten, wurde nun darüber Berathung gepflogen, die ewige Verbin-dung zwischen den drei Bünden von Neuem zu schließen, wozu schondamals einige Gerichte des obern Bundes sich erboten. Aber diemeisten Disentiser und Lugnezer, sei es auf spanische Hülfe pochendoder deren Macht scheuend, wollten noch nicht einwilligen. Die fünfOrte in der Eidgenossenschaft entließen zwar auf Begehren des spa-nischen Gesandten Casati eine Anzahl ihrer in der Grafschaft Bellenzliegenden Truppen, aber Viele davon wurden durch einige bündnerische

n Zürich, Ber», Basel und Lchaffhausen.

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